Der gesellschaft­liche Wandel in der Digitali­sierung – mit Dino Cardiano

Überblick

“Operativ betrachtet brauchen wir eine Zukunftsvision”, konstatiert Dino Cardiano, Dozent für Medienmanagement und Kommunikation an der International University und IBA in München, sowie Gesellschafter der Marketing & Innovation GP GmbH. Der Unternehmer appelliert an Politik, Entscheider und Gesellschaft, aber auch an jeden Einzelnen. Um Veränderungen, klare Visionen und Ziele auf den Weg zu bringen, dürfe der Blick nicht nur auf Elon Musk oder Steve Jobs gerichtet werden, denn “auch in den einfachen Reihen gibt es eine Vielzahl großer Visionäre”, so Cardiano. Als Gesellschaft müssten wir uns daran gewöhnen, in einer unvorhersehbaren Zukunft zu leben.

In der 21. BAM!-Episode skizziert Cardiano, wie die Digitalisierung neue Möglichkeitsräume schaffen kann, welche Faktoren für Produktivitätssteigerungen notwendig sind und wie wir die Bedürfnisse der Gesellschaft mit den Anforderungen der Arbeitswelt besser verknüpfen können.

Im Gespräch

Dr. Sabine Holl

Dr. Sabine Holl

Geschäftsführende Gesellschafterin der Agentur Hartzkom

Die promovierte Politologin und ausgebildete Journalistin schrieb für verschiedene Tageszeitungen und Wirtschaftsmagazine wie den Harvard Business Manager und war als Pressesprecherin tätig.

Dino Cardiano

Dino Cardiano

Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter der Marketing & Innovation Group

Dino Cardiano ist Kommunikations-Dozent und leitet die Marketing & Innovation Group, einen Dienstleister für strategisches Zukunfts- und Innovationsmanagement.

Jetzt reinhören

Der gesellschaftliche Wandel in der Digitalisierung

Gesellschaftliche Veränderungen durch die Digitalisierung

Die sozioökonomische Transformation und insbesondere die Auswirkungen der Digitalisierung auf unsere Arbeitswelt und Gesellschaft gehören zu den Kernthemen Dino Cardianos. Für ihn selbst bedeutet Digitalisierung primär die Vereinfachung des Lebens – und ein Instrument der demokratischen Teilhabe: Informationen und Wissen sind beinahe immer und von überall aus frei verfügbar. In dieser Episode von BAM! – Bytes and More diskutiert Host Dr. Sabine Holl mit Dino Cardiano über die Veränderungen, die dies mit sich bringt – und darüber, wie wir als Gesellschaft zukünftig mit dem digitalen Wandel umgehen können.

Digitaler Rückstand

“Wir waren nicht auf die Digitalisierung vorbereitet”, beklagt Dino Cardiano und sieht dies vor allem als deutsches Problem. Andere Länder wie Estland und Litauen seien digital wesentlich besser aufgestellt, insbesondere was die Verwaltungsaufgaben anbelangt. Zumindest in den Unternehmen sei in den letzten Jahren sehr viel passiert. Viele Menschen seien von der Digitalisierung trotzdem überfordert: Dies zeigt sich vor allem an der massiven Zunahme von “Fake News”. Die tägliche Flut an Informationen erschwere uns die Bewertung und sinnvolle Selektion. Dies sei leider oftmals verbunden mit dem Verlust der Objektivität.

Die Gen Y in die Zukunft führen

In den Unternehmen sieht Cardiano vor allem die Veränderungskompetenz gefordert. Man werde sich damit abfinden müssen, so Cardiano, dass Veränderung der neue Normalzustand sei. Das bringe neue Anforderungen ans Mindset von Mitarbeitern und vor allem Führungskräften mit sich, insbesondere mit Blick auf die deutsche Fehler- und Reflexionskultur. Auch brauche es mehr Methodenkompetenz zur Verarbeitung großer Daten- und Informationsmengen. Die bloße Anschaffung neuer Technologien würde dafür nicht genügen.

Für Dino Cardiano ist vor allem die Generation Y für das Gelingen der sozioökonomischen Transformation wichtig. Ihre Loyalität will verdient sein: “Die Gen Y möchte ihre eigene Beteiligung an der Erfüllung des Big Pictures sehen”, so Cardiano. Anerkennung sowie Angebote zur Weiterentwicklung seien unerlässlich, um die anspruchsvollen Vertreter dieser Generation nachhaltig zu binden. Doch auch die erfahrenen Mitarbeiter dürfen laut Dino Cardiano nicht vernachlässigt werden. Schließlich haben sie die Funktion, die Gen Y zu coachen und an die Hand zu nehmen. Deren Bildung ist hierfür ganz entscheidend.

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