Ein Mann nutzt einen Laptop mit darauf befindlichen Zahnrรคdern, um seine Geschรคftsprozesse mithilfe von Business Process Management Software effizient zu verwalten.

Business Process Management: So unterstรผtzt ECM-Software Ihr BPM

Ein Beispiel fรผr Business Process Management (BPM)

Kundenanfragen annehmen, Angebote kalkulieren, zusammenstellen, freigeben lassen, verschicken, nachverfolgen bis hin zum Vertragsabschluss: Diese Arbeitsschritte kommen in so gut wie allen Unternehmen hรคufig vor und wirken auf den ersten Blick wie einfache Routinearbeiten. Die einzelnen Schritte mรถgen monoton aussehen, aber der Prozess dahinter, d. h. der zeit- und zielgerichtete Ablauf der Aufgaben von der Annahme der Anfrage bis hin zum Abschluss, kann durchaus zur Herausforderung werden, wie das folgende Beispiel eines Leasinganbieters zeigt:

Der Angebotsprozess startet mit der Aufnahme der Anfrage der Kundin durch den Kundenbetreuer. Auf Basis dieser Informationen arbeitet der Innendienstmitarbeiter das Angebot aus. Das kalkulierte Angebot kann nun direkt an die Kundin verschickt werden oder es bedarf noch einer weiteren Information durch den Kundenbetreuer oder einer Freigabe durch die Vorgesetzte. Nach dem Input oder der Freigabe kann das Angebot an die Kundin gehen. Als nรคchster Schritt erfolgt das Nachfassen, das zeitnah und kontrolliert stattfinden muss. Nach erfolgtem Feedback muss der Innendienstmitarbeiter das Angebot womรถglich รผberarbeiten. Im Falle einer รœberarbeitung ist gegebenenfalls ein weiterer Input durch den Kundenbetreuer notwendig, oder das รผberarbeitete Angebot muss zur neuerlichen Freigabe an die Vorgesetzte gehen. Sodann wird das Angebot abermals verschickt und zeitnah muss beim Kunden nachgefasst werden. Die beiden daraus resultierenden Optionen โ€“ Absage durch die Kundin oder Auftragserteilung โ€“ lรถsen einen weiteren Geschรคftsprozess aus, nรคmlich jenen der Auftragsabwicklung.

In sehr einfachen Fรคllen mag die IT-Unterstรผtzung durch MS Office-Programme ausreichen, einen effizienten Ablauf des Prozesses zu gewรคhrleisten. Bei komplexeren Geschรคftsablรคufen ist die Unterstรผtzung mittels Excel nicht ausreichend, um den รœberblick zu bewahren, welches Angebot sich in welchem Stadium befindet. Ferner kรถnnen sich aufgrund manueller Einzelschritte viele Fehler einschleichen, und insgesamt ist der manuelle Prozess sehr langsam und trรคge.

Zwar werden Angebote bereits in vielen Unternehmen nicht mehr mittels Tabellenkalkulationen individuell errechnet und per E-Mail verschickt, sondern mit spezieller Software fรผr die Angebotserstellung konfiguriert oder durch ein ERP-System unterstรผtzt. Diese Tools unterstรผtzen die Angebotserstellung als Einzelaufgabe, nicht aber den dazugehรถrigen komplexen Prozess.

Warum Sie zur Geschรคftsproยญzessยญoptimierung Business Process Management brauchen

Wenn Sie viel Zeit damit verbringen, sich einen รœberblick รผber den Stand der Projektablรคufe zu verschaffen oder diese zu prรผfen, sollten Sie die Mรถglichkeit einer BPM-Lรถsung in Betracht ziehen. Fรผr einen reibungslosen Ablauf Ihres tรคglichen Geschรคfts mรผssen eine Reihe von Aktivitรคten logisch in einer bestimmen Zeit- und Ablauffolge miteinander verknรผpft von verschiedenen Teams verarbeitet werden. Eine manuelle, unstruktierte Steuerung dieser Prozesse fรผhrt zu vielen Reibungsverlusten, verbraucht wertvolle, produktive Arbeitszeit und verursacht Wettbewerbsnachteile.

Ein blauer Bildschirm mit den Worten โ€žWas ist bpm?โ€œ Vorstellung unserer Business Process Management Software.
  • Ineffektiver Zeit- und Personalaufwand
    Wenn in Ihrem Unternehmen verschiedene Geschรคftsbereiche mit unterschiedlichen Systemen arbeiten oder einzelne Geschรคftsprozesse manuell gesteuert werden, ist hoher Zeit- und Personalaufwand notwendig, um die dafรผr relevanten Daten und Schritte abzugleichen. Hรคufiges Nachfragen, Suchen sowie mehrfaches Pflegen von Daten, die automatisch zur Verfรผgung stehen kรถnnten, verbrauchen wertvolle Arbeitszeit der Teams.

  • Hohe Fehlerquote
    Durch eine manuelle Steuerung des Geschรคftsablaufes kรถnnen Fehler auf allen Prozessebenen passieren: vom รœbertragen einer Aufgabe an falsche Mitarbeiter*innen รผber das Vergessen von wichtigen Freigaben bis hin zu falschen Entscheidungen aufgrund mangelnder oder fehlerhafter Daten. Menschliche Fehler verschlechtern die Prozess- und Leistungsqualitรคt, fรผhren zu unzufriedenen Kund*innen und verursachen unnรถtige Kosten.

  • Unklare Zustรคndigยญkeiten
    Fehlende Handlungs- und Entscheidungskompetenzen sowie eine mangelnde Definition der Schnittstellen kรถnnen zu langen Wartezeiten und Projektstaus fรผhren. Zudem bleiben Aufgaben unerledigt liegen, wenn die Teams nicht abgestimmt kommunizieren.

  • Fehlender Gesamtยญรผberยญblick
    Mit zunehmender Komplexitรคt und wachsendem Umfang der Prozesse wird es zunehmend schwieriger, eine รœbersicht รผber die Prozesse zu behalten und Verbesserungen herbeizufรผhren oder bei Gefahr einschreiten zu kรถnnen.

  • Verpasste Chancen
    Ineffizientes Geschรคftsprozessmanagement verhindert, dass sich Teams agil an neue Markttrends oder verรคnderte wirtschaftliche Situationen anpassen und demzufolge Chancen verpassen oder Wettbewerbsvorteile nicht nutzen kรถnnen.

  • Organisatorische Schwachstelle โ€œFlaschenhalsโ€
    Wenn nur Sie oder bestimmte Mitarbeiter*innen im Geschรคftsprozess fรผr den Ablauf der Aufgaben, fรผr Rรผckfragen sowie Freigaben verantwortlich sind oder sich darum kรผmmern mรผssen, dass alle Daten den Prozess passieren und bei den โ€œrichtigenโ€ Personen landen, bremsen Sie die Geschwindigkeit der Geschรคftsprozesse. Zeit- und Entscheidungsengpรคsse verringern die Agilitรคt des Unternehmens.

  • Wachsende Teams
    Je komplexer Prozesse strukturiert sind, desto mehr Einzelakteur*innen und ganze Teams sind in den Ablauf involviert. Eine mangelhafte Verbindung der Teams รผber den gesamten Prozess hinweg verursacht aufwendige Informations- und Kommunikationsschleifen, die aufgrund rรคumlicher Trennung (verschiedene Standorte, Homeoffice, Dienstreisen) zusรคtzlich verstรคrkt werden.

  • Herausforderung New Work
    Der New Work-Denkansatz wurde bereits in den 1970ern von Frithjof Bergmann geprรคgt. Doch in jรผngster Zeit haben Fachkrรคftemangel und die Ansprรผche der jungen Mitarbeiter*innen der Generation Y den Begriff als Wandel der Arbeitswelt in Richtung Freiraum, freie Arbeitszeitgestaltung und digitale Anbindung fest verankert. Prozessmanagement stรถรŸt bei New Work schnell an seine Grenze, wenn die Vernetzung und Zusammenarbeit nicht durch entsprechende Tools und Werkzeuge gesichert sind.

Deckblatt Infoblatt Business Process Management

Alles รผber passende Werkยญzeuge des Business Process Manageยญments, wie z. B. Workflow Engine, grafische Modelยญlierung oder Manageยญment Dashboard.

Was macht Business Process Management?

Unter BPM (Business Process Management) versteht man geplante Workflows, die helfen, Geschรคftsprozesse zu optimieren. Die Geschรคftsprozesse werden nach Regeln modelliert, implementiert, รผberwacht und verbessert.

Im Fokus stehen nicht einzelne Projekte oder einmalige Aufgaben, sondern eine Reihe von fortlaufenden (funktions- und/oder abteilungsรผbergreifenden) Arbeiten und Tรคtigkeiten. BPM unterstรผtzt Sie, die Prozesse von Anfang bis zum Ende zu managen und zu optimieren.

BPM sorgt fรผr einen optimalen Ablauf Ihres Prozessmanagements und wird oft auch synonym als Business Process Management System (BPMS) bezeichnet. Die Workflows in der Geschรคftsprozesssteuerung zeigen Ihnen, wer wann welche Aufgabe wie zu erledigen hat, wo es Schwachstellen gibt und wie erfolgreich die Prozesse fรผr das Gesamtunternehmen waren.

Im Unterschied zu Projektmanagement oder Workflows bildet BPM komplexe Vorgรคnge in Ihrem Unternehmen (end-to-end) ab. End-to-end bedeutet, dass die Prozesse und deren Lauf durch alle Stufen und Abteilungen wahrgenommen werden. Um in dem eingangs dargestellten Beispiel zu bleiben, beginnt der Angebotsprozess bei der Kundenanfrage und endet mit der Auftragsbestรคtigung oder Ablehnung des Angebots.

Vereinfacht kรถnnen Sie sich das Funktionieren eines Business Process Managements wie folgt vorstellen: Sie definieren fรผr Ihren Geschรคftsprozess die Beteiligten und deren Berechtigungen, die dazugehรถrenden Aufgaben, Tรคtigkeiten und Schritte sowie die Ablaufreihenfolge. Die Prozesse werden anschlieรŸend modelliert und mit den dafรผr notwendigen Daten, Fachbereichen, Terminen und Aufgaben verknรผpft. Die Prozessbeteiligten kรถnnen den Prozess starten oder die ihnen zugewiesenen Aufgaben erledigen. Workflows regeln die Weitergabe der Tasks an die definierten Mitarbeiter*innen.

Wie Software Ihrem Business Process Management hilft

BPM bezeichnet also ein Verfahren zur Automatisierung und Optimierung Ihrer Geschรคftsprozesse. Indem Sie Ihre Prozesse als Struktur abbilden und wiederholbar automatisieren, steuern und kontrollieren Sie diese. Wenn Sie diese standardisierten Workflows dann z. B. in einer DMS-/ECM-Software integrieren, steigern Sie in hohem MaรŸe die Produktivitรคt in Ihrem Unternehmen, senken die Kosten und erhรถhen langfristig und nachhaltig die Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit. Das sind die sechs Vorteile eines softwaregestรผtzten BPM-Systems:

  • Sie verbessern die Effizienz und Produkยญtiยญvitรคt in Ihrem Unternehmen
    Mit Software unterstรผtzte BPM-Lรถsungen nehmen den Beteiligten sich wiederholende Aufgaben und Routinetรคtigkeiten ab. Durch Automatisierung und Standardisierung schlieรŸen Sie Engpรคsse sowie eventuell unnรถtige Arbeitsschritte aus.Sie erhรถhen die Agilitรคt und sind schneller am Markt
    Software hat gegenรผber manuellem BPM den Vorteil, dass Prozesse schnell angepasst oder neue Teilprozesse hinzugefรผgt werden kรถnnen, wenn dies aufgrund verรคnderter Markt- oder Wirtschaftssituationen, wie zum Beispiel Lieferengpรคssen oder Preiserhรถhungen, notwendig ist. Das verringert die Durchlaufzeit Ihrer Prozesse, wodurch Sie mit Ihren Leistungen schneller am Markt sind.

  • Sie erhรถhen die Agilitรคt und sind schneller am Markt
    Software hat gegenรผber manuellem BPM den Vorteil, dass Prozesse schnell angepasst oder neue Teilprozesse hinzugefรผgt werden kรถnnen, wenn dies aufgrund verรคnderter Markt- oder Wirtschaftssituationen, wie zum Beispiel Lieferengpรคssen oder Preiserhรถhungen, notwendig ist. Das verringert die Durchlaufzeit Ihrer Prozesse, wodurch Sie mit Ihren Leistungen schneller am Markt sind.

  • Sie fรถrdern die Zusammenarbeit Ihrer Teams
    Software-gestรผtzte BPM-Lรถsungen leiten Aufgaben automatisiert weiter und aktualisieren den Prozessstand. Die Zusammenarbeit von Teams รผber Abteilungen und Geschรคftsniederlassungen hinweg gestaltet sich einfacher, und die Kommunikation wird transparenter. Fristen kรถnnen leichter eingehalten werden, doppelte oder redundante Tรคtigkeiten entfallen, und es bleiben keine Aufgaben unerledigt liegen. Das wertvolle Kapital des Unternehmens, das Prozesswissen, hรคngt nicht an einzelnen Personen, sondern ist gesichert und reproduzierbar.

  • Sie binden externe Partner*innen optimal ein
    Business Process Management hilft Ihnen auch, Ihre Kund*innen und Lieferant*innen direkt in den Prozessablauf zu integrieren und folglich die Kundenorientierung zu erhรถhen. Reibungsverluste im Geschรคftsprozessmanagement entstehen in der Regel an โ€œรœbergabepunktenโ€ zwischen internen und externen Beteiligten. Erhรถhter Aufwand fรผr internes Nacharbeiten und klรคrende Kommunikation sowie unzufriedene Kund*innen und eine Verschlechterung der Unternehmensleistung sind hรคufig die Folge. Je besser es Ihnen gelingt, Ihre externen Partner*innen automatisiert zu integrieren, desto flexibler kรถnnen Sie auf ร„nderungen des Marktgeschehens reagieren.

  • Sie unterstรผtzen Rechtskonformitรคt
    Eine DMS-/ECM-Software unterstรผtzt Sie auch bei der Einhaltung von Compliance-Anforderungen innerhalb des Business Process Managements. Bei der Automatisierung Ihrer Geschรคftsprozesse wird bereits bei der Modellierung und Erstellung des Prozesses dafรผr gesorgt, dass die fรผr den Ablauf erforderlichen Prรผfungen, Freigaben sowie Dokumentationen rechtssicher durchgefรผhrt und sensible Unternehmensdaten geschรผtzt werden.

  • Sie fรถrdern die digitale Transformation
    Nahezu alle Geschรคftsprozesse stehen mit Dokumenten in Verbindung und sind durch den Austausch von Informationen geprรคgt. Die analoge Verarbeitung dieser Dokumente ist trรคge und benรถtigt wertvolle Zeit. Die Digitalisierung Ihrer Geschรคftsprozesse hilft Ihnen, Ihr Unternehmen moderner und transparenter zu gestalten. Das erรถffnet Ihnen weitere Chancen, wie zum Beispiel das Umsetzen neuer Ideen, Produkte oder Geschรคftsfelder.

Workflow Manageยญment vs. Business Process Management

Workflows und Geschรคftsprozesse bzw. Workflow Management und Business Process Management werden oft synonym verwendet, bedeuten aber nicht dasselbe: Beim Workflow Management stehen die einzelnen Aufgaben im Fokus, beim BPM das groรŸe Ganze. So ist das Workflow Management eine Teildisziplin des Business Process Managements. Ein digitalisierter Workflow steuert den Geschรคftsprozess entweder รผber eine spezialisierte BPM-Software als Stand-Alone-Lรถsung oder รผber ein Dokumentenmanagementsystem (DMS) bzw. eine Enterprise Content Management Software (ECM).

Workflow einfach erklรคrt

Ein Workflow (deutsch: work = Arbeit, flow = Fluss) ist ein Arbeitsablauf und regelt einen Prozess. Der Workflow steuert

  • wer (in den Prozess integrierte Personen)
  • was (wiederkehrende Aufgaben)
  • wie (Arbeitsanleitung, Datenbearbeitung)
  • wann (bis zu welchen Terminen)

erledigen muss. Dabei wird auch die Reihenfolge der Aufgaben definiert und festgelegt, welche zur Aufgabenerfรผllung notwendigen Dokumente und Informationen zur Verfรผgung stehen mรผssen. Das Ziel des Workflows ist es, die einzelnen Arbeitsschritte durch eine Software zu steuern. Mit Hilfe von definierten Regeln werden Prozesse angestoรŸen und die involvierten Mitarbeiter*innen zu einer Aktion aufgefordert.

Ein Bild einer Frau, die auf ihrem Computerbildschirm eine Geschรคftsprozessmanagementsoftware verwendet.

Typische Workflows

Egal ob Sie mit Workflows die Angebotserstellung vereinfachen oder Freigaben fรผr Dienstreisen unkompliziert abwickeln mรถchten: Beispiele fรผr Workflow Management finden sich in allen Unternehmensbereichen wieder. Exemplarisch wird wieder das Eingangsbeispiel der Angebotserstellung des Leasinganbieters herangezogen:

  1. Der Kundenbetreuer nimmt die Anfrage der Kundin an und startet damit den Workflow โ€œAngebotserstellungโ€.
  2. Der Workflow โ€œerkenntโ€ den entsprechenden Innendienstmitarbeiter, der das Angebot kalkuliert. Mit der notwendigen Berechtigung (Zugang zu den Kundendaten) ausgestattet, kann der Innendienstmitarbeiter das Angebot kalkulieren und der Vorgesetzten zur Freigabe รผbermitteln.
  3. Die Vorgesetzte kann sowohl direkt im Angebot ร„nderungen vornehmen als es auch mit โ€œfreigegebenโ€ markieren, ohne dafรผr eine E-Mail zu schreiben, Anhรคnge zu verschicken oder telefonieren zu mรผssen.
  4. Ohne nachzufragen, erhรคlt der Innendienstmitarbeiter eine Information, sobald die Freigabe/ร„nderung erfolgt ist, und ohne Zeitverlust kann er das Angebot รผberarbeiten oder direkt an die Kundin weiterleiten. Mit dem Versenden kรถnnen bei Bedarf weitere Kollegen automatisch informiert werden.
  5. Dank Outlook-Anbindung verschicken die Beteiligten die Angebote direkt per E-Mail.

Um Fehler zu vermeiden, lange Bearbeitungszeiten zu reduzieren oder Fristverzรถgerungen zu verhindern und dadurch hohe Kosten zu verhindern, nutzen viele Unternehmen auch bei ihrer Rechnungsbearbeitung Workflows. Die Rechnungen werden entsprechend den definierten Regeln verteilt und zur Prรผfung und Kenntnisnahme weitergeleitet. Prรผfroutinen erhรถhen die Geschwindigkeit in der Abwicklung und reduzieren Fehlerquoten. Die Rechยญnungen und damit verbundenen Vorgรคnge lassen sich direkt mit jeglichen elekยญtronischen Akten verknรผpfen.

Diese Beispiele zeigen, wie Ihnen die Geschรคftsprozessoptimierung durch eine Software, die BPM unterstรผtzt, hilft, Ihre Vorgรคnge transparenter und effizienter zu gestalten und zu steuern. Ein Workflow Management System ist dabei der erste Schritt fรผr ein effizientes Business Process Management. Ein DMS (Dokumentenmanagement) bietet sich als Plattform ideal an und hilft Unternehmen, ihr Geschรคftsprozessmanagement transparent und effizient zu digitalisieren und verschafft รผber Schnittstellen schnellen Zugriff auf alle fรผr den Prozess benรถtigten externen Softwares.

Welche Funktionen hat eine Business Process Management Software (BPM Software)?

Business Process Management Systeme: Funktionen

Business Process Management Systeme (BPMS) kรถnnen nach ihren Funktionen unterschieden werden; diese reichen von sehr einfachen bis zu hochkomplexen Merkmalen. Zu den Standardfunktionen eines BPMS zรคhlen:

Grundlegende Funktionen:

  • Darstellung von Prozessen (Process Engine)
  • Datenerfassung (Prozessรคnderungen)
  • CMS
  • Social Collaboration fรผr die Zusammenarbeit von Teams
  • Cloudfรคhigkeit

Grundlegende Funktionen:

  • Darstellung von Prozessen (Process Engine)
  • Datenerfassung (Prozessรคnderungen)
  • CMS
  • Social Collaboration fรผr die Zusammenarbeit von Teams
  • Cloudfรคhigkeit

Hochentwickelte BPMS-Lรถsungen verfรผgen auรŸerdem รผber LCNC-Technologie (Low Code Technology/No Code Technology).

Wie funktioniert Business Process Management mittels DMS-/ECM-Software?

Fรผr den Einsatz einer Software zur Optimierung der Geschรคftsprozesse werden die Ablรคufe und Aufgaben zunรคchst ausfรผhrlich analysiert und in einem nรคchsten Schritt grafisch abgebildet (modelliert). Hier wird auch festgelegt, wie die Prozesse neu strukturiert und automatisiert verbessert werden kรถnnen. Fรผr eine kontinuierliche Verbesserung werden die Prozesse im Anschluss gemessen und bewertet.

Process Mining

Beim Process Mining geht es um das Durchleuchten der Geschรคftsablรคufe, um die Prozesse optimieren zu kรถnnen. Mit Hilfe dieser Prozessmanagement-Technik kรถnnen Sie die Daten der Prozesse analysieren. Process Mining liefert Ihnen ein (objektives) Bild Ihrer Prozesse als Ausgangslage, um sie zur Erreichung Ihrer Unternehmensziele entsprechend gestalten und steuern zu kรถnnen.

Eine isometrische Darstellung eines Netzwerks aus Personen und Computern, die Geschรคftsprozessmanagementsoftware nutzen.

In jedem Bรผro fallen unzรคhlige Prozesse und dazugehรถrige Dokumente an. Mit BPM-Software und ECM behalten Sie den รœberblick.

Wo Sie BPM einsetzen

Ein DMS oder ECM kann zur Optimierung der Geschรคftsprozesse fรผr sehr einfache Geschรคftsprozesse bis hin zu verflochtenen Marketing-, HR- oder Beschaffungsprozessen eingesetzt werden. Prinzipiell eignen sich Workflow-Standardisierungen fรผr Geschรคftsprozesse, die

  • komplex sind,
  • sich wiederholen,
  • mehrere Personen und Abteilungen betreffen,
  • verzweigte Ablรคufe (Freigaben) fordern,
  • an Compliance-Anforderungen gebunden sind.

Unabhรคngig davon, ob Sie in der Fertigungs- und Produktionsindustrie, Gesundheits-, Banken- und Finanzdienstleistungs-, Telekommunikations- und Dienstleistungs- oder Konsumgรผterbranche tรคtig sind: Business Process Management Systeme sind keine Branchenlรถsungen, sondern werden entsprechend Ihren Zielen und Anforderungen angepasst.

Ein Einsatzbereich fรผr BPM: Beispiel Mitarbeiter-Onboarding

Ein Beispiel fรผr Business Process Management ist das Mitarbeiter-Onboarding von Personalabteilungen: Wenn Sie, Ihre HR-Manager*innen oder Unit-Leiter*innen neue Mitarbeiter*innen gewinnen und diese in das Unternehmen einbinden, fallen viele wiederkehrende Aufgaben an:

  • Ausfรผllen von Personaldatenblรคttern mit Versicherungsnummer, Bankverbindung usw.
  • Einrichten des Arbeitsplatzes inkl. PC oder Laptop, E-Mail-Adresse
  • Einfรผhrungsschulungen (Zeiterfassung, Urlaubsbuchung, Zugriff auf Systeme)
  • Teamvorstellung

Ein standardisiertes BPM in einer ECM-Software erleichtert dieses Personal-Prozessmanagement, indem viele Ausfรผll- und Rรผckfrageaufgaben direkt und automatisiert erfolgen kรถnnen, und stellt sicher, dass notwendige Aufgaben rechtzeitig abgeschlossen werden. So kรถnnen unangenehme Pannen vermieden werden. Gesteuert und verbunden werden kann der Mitarbeiter-Onboarding-Prozess zum Beispiel รผber eine digitale Personalakte.

Logo Jack Wolfskin

Wie Sie die fรผr Sie richtige BPM-Softยญware finden

Die Auswahl einer Software fรผr BPM gestaltet sich fรผr Unternehmen aufgrund der verschiedenen am Markt vorhandenen Mรถglichkeiten als keine einfache Aufgabe. Die folgenden Fragen helfen Ihnen, Ihre Anforderungen zu definieren. Wenn Sie die Antworten dazu in einem detaillierten Pflichtenheft verschriftlicht haben, kรถnnen Sie beginnen, Anbieter zu suchen und zu vergleichen.

Starten Sie NICHT mit der Suche nach Anbietern, ohne den Status quo und die Ziele genau definiert zu haben. Aufgrund der Funktionsvielfalt kรถnnen Sie ohne genaue Festlegung Ihrer Bedรผrfnisse die Anbieter nicht vergleichen.

  • Welche Prozesse sollen abgebilยญdet/autoยญmaยญtiยญsiert werden?
    Wenn Sie Ihr Business Process Management mittels Software realisieren mรถchten, definieren Sie zu Beginn Ihre Anforderungen. Damit legen Sie fest, welche Funktionen Sie brauchen. Bestimmen Sie im Rahmen Ihres Anforderungsprofils auch, welche Aufgaben und Prozesse Sie automatisieren mรถchten. Je nachdem, welche Bereiche digital automatisiert werden sollen (wie zum Beispiel Rechnungsprรผfung oder IT-Helpdesk), mรผssen Sie bei der Festlegung des Anforderungsprofils die entsprechenden Fachabteilungen inklusive Ihrer IT-Abteilung in die Pflicht nehmen. Versuchen Sie dabei, auch in die Zukunft zu blicken: Wo und in welchen Segmenten mรถchten Sie wachsen oder sich verรคndern?

  • Wer sind die Anwender*innen der BPM-Software?
    Das Ziel einer Software-Lรถsung fรผr BPM ist es, Ihre Geschรคftsprozesse zu erleichtern. Im Hinblick auf das Vermeiden von ineffizienten Doppelgleisigkeiten sollen mรถglichst viele bis alle Mitarbeiter*innen mit der BPM-Lรถsung arbeiten. BPM ist ein operatives Arbeits- und zugleich ein strategisches Steuerungsinstrument. Daher mรผssen neben Mitarbeiter*innen auch Fรผhrungskrรคfte und Stakeholder รผber Schnittstellen (zu HR, MS Office oder Buchhaltung) angebunden werden.

  • Wer kann/wird die Software warten/updaten?
    Bevor Sie ein DMS/ECM fรผr Ihr Business Process Management implementieren, mรผssen Sie sich รผber die Wartung Gedanken machen. Gibt es in Ihrem Unternehmen diesbezรผglich entsprechendes Know-how? Vergessen Sie auch nicht, die dafรผr notwendigen Aufwendungen zu kalkulieren und in Ihre Gesamtkosten zu inkludieren: Wartung und Service erfordern personelle und finanzielle Ressourcen.

  • Wie wird die Software bereitgestellt?
    รœberlegen Sie sich, ob die Dokumentenmanagement-Lรถsung fรผr Ihr BPM On-Premises oder รผber die Cloud arbeiten soll. Wenn Sie sich fรผr die Cloud-Lรถsung entscheiden, ist die Software schneller einsatzbereit und auch fรผr Ihr Wachstum optimal ausgelegt (Skalierbarkeit). Fรผr die On-Premises-Lรถsung entscheiden Sie sich, wenn Sie รผber eine eigene gut funktionierende und ausbaufรคhige IT-Architektur verfรผgen, in welche Ihre Workflows integriert werden kรถnnen.

  • Wie soll das BPM in Ihren IT-Stack integriert werden?
    BPM-Systeme helfen Unternehmen bei der Rationalisierung ihrer Geschรคftsprozesse โ€“ abteilungsรผbergreifend und mit externen Partner*innen. Prรผfen Sie, welche funktionierenden Systeme Sie bereits verwenden und wie Ihr Business Process Management integriert werden kann. Viele Unternehmen arbeiten bereits mit ERP- (Enterprise Resource Planning) und CRM-Systemen (Customer Relationship Management). รœberprรผfen Sie, wie die Schnittstellen funktionieren und ob eine Anwendungsintegration mรถglich ist.

BPMS-Anbieter

Es gibt viele BPM-Software-Anbieter, die Lรถsungen zur Automatisierung und Standardisierung Ihrer Geschรคftsprozesse anbieten. Laut Gartners โ€œForecast: Enterprise Infrastructure Software, Worldwide, 2018-2024, 3Q20 Updateโ€ wird der BPMS-Markt bis 2024 einen Wert von 2,9 Milliarden USD erreichen.

Im Internet kรถnnen Sie sich im Vorfeld รผber Anbieter von BPM-Software informieren und kostenlose Testversionen ausprobieren. Die Anbieter lassen sich grob kategorisieren von erweiterten Workflow-Anbietern bis hin zu vollwertigen BPMS-Lรถsungen. Egal fรผr welche Lรถsung Sie sich entscheiden, wichtig ist, dass Sie folgende Faktoren im Fokus haben:

  • Ziel
  • Budget
  • Personal

Bei genauer Recherche werden Sie folgende Anbietertypen entdecken:

  • Anbieter von Unternehmenssoftware mit BPMS-Funktionen, wie zum Beispiel Microsoft oder SAP.
  • Anbieter mit weiterentwickelten BPM-Tools: Viele dieser Anbieter haben ihre BPM-Plattformen um moderne Architekturen und Entwicklungen wie RPA (Robotic Process Automation), Process Mining und KI-Funktionen erweitert.
  • Anbieter von Open Source-BPMS-Lรถsungen: Anbieter dieser Kategorie bauen BPM-Funktionen auf Open Source-Lรถsungen auf.
  • Anbieter von Workflow Software: Viele Workflow-Anbieter erweitern ihre Workflow- und Automatisierungsfunktionen, um nicht nur einzelne Aufgaben, sondern auch Prozesse zu unterstรผtzen.

Warum ECM die beste Basis fรผr BPM ist

Unternehmen erkennen zunehmend, dass es nicht profitabel und demotivierend fรผr die Mitarbeiter*innen ist, auf verschiedenen Systemen zu arbeiten. Idealerweise entscheiden sich Unternehmen fรผr eine Plattform, auf der ein GroรŸteil der IT-Architektur basiert.

Am effizientesten werden Ihre Geschรคftsprozesse verbessert, wenn รผber Ihre BPM-Lรถsung eine Reihe von weiteren Systemen angestoรŸen werden, um die Ausfรผhrung der Prozesse und den Austausch der Daten zu ermรถglichen, wie zum Beispiel Kundenprozesse รผber Ihr DMS.

Ein ECM (Enterprise Content Management System) als Software- und Informationsdrehscheibe unterstรผtzt Sie bei der Optimierung Ihrer digitalen Geschรคftsprozesse. Integrierbarkeit in SAP und Schnittstellen zu anderen ERP-Systemen sorgen dafรผr, dass die Daten innerhalb eines Prozesses automatisch in ein anderes System รผbergeben werden und Ihre Teams mit denselben Daten weiterarbeiten kรถnnen. Beispiel: Angebotserstellungsprozess โ€“ Weiterleitung zum Rechnungsbearbeitungsprozess.

Auch Dan Morris, BPM-Experte, beschreibt die ideale BPMS-Architektur als โ€œโ€ฆ zusammengesetzte Umgebung, die Verรคnderungen schnell unterstรผtzt, technologieunabhรคngig ist und nahtlos in jede Plattform integriert werden kann.โ€

FAQ zu Business Process Management (BPM)

Was macht Business Process Management?

Mit BPM bzw. Business Process Management werden Plan-Verfahren der Prozesssteuerung bezeichnet, in denen standardisierte Workflows helfen, Geschรคftsprozesse zu optimieren. Dabei werden nicht einzelne oder einmalige Aufgaben, sondern v. a. fortlaufende, komplexe (funktions- und/oder abteilungsรผbergreifende) und sich wiederholende Prozesse von Anfang bis zum Ende (end-to-end) gemanagt.

Was ist BPMS?

BPMS steht fรผr Business Process Management Software, manchmal bezeichnet BPMS auch ein Business Process Management System. Es ist eine Software zum Management von Geschรคftsprozessen. Die Geschรคftsprozesse werden durch das Analysieren, Modellieren, Automatisieren und Monitoren optimiert.

Was bringt eine Software fรผr BPM im Unternehmen?

Eine Software unterstรผtzt Mitarbeiter*innen beim BPM bei sich wiederholenden, manuellen Prozessen, die durch Workflows automatisiert werden. Mit der manuellen Dokumentation und der Verteilung von Aufgaben per E-Mail stoรŸen Mitarbeiter*innen an ihre Zeit- und Kapazitรคtsgrenzen. Durch die freiwerdenden Ressourcen kรถnnen โ€œproduktive Aufgabenโ€ erledigt werden, wodurch sich die Gesamteffizienz im Unternehmen erhรถht. Ein softwaregestรผtztes BPM-System bringt Unternehmen eine hohe Kundenzufriedenheit, reduziert Fehlerquellen und motiviert Mitarbeiter*innen.

In welchen Geschรคftsbereichen kann Business Process Management eingesetzt werden?

BPM-Lรถsungen optimieren die Geschรคftsprozesse von allen Unternehmensbereichen: von der Angebotserstellung bis hin zu Rechnungsstellung, Mitarbeiter-Onboarding oder IT-Helpdesk-Service.

Eine Gruppe von Personen, die ihre Laptops an einem Tisch nutzen

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