03. September 2021

Elektronische Patientenakte: zum Fortschritt verpflichtet

Seit Anfang 2021 ist die elektronische Patientenakte (ePA) der De-facto-Standard für den Austausch von individuellen Gesundheitsdaten. Das ist gut so, denn ein einheitliches digitales Format ermöglicht reibungslosen Datentransfer. Davon profitieren Ärzte, Verwaltung und Patienten gleichermaßen. Auch enaio® verfügt über eine Lösung, um die elektronische Patientenakte abzubilden. Aber was genau kann die ePA und wo liegen ihre Stärken?

Weniger Fehler und schnellere Bearbeitung mit der elektronischen Patientenakte

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen schreitet seit Jahren voran, und die Vorteile dieser Entwicklung sind offensichtlich. Dennoch gibt es – wie bei jeder Neuerung – auch einige Vorbehalte gegen die elektronische Gesundheitsakte. Dazu zählt neben Sicherheits- und Datenschutzfragen vor allem die Umgewöhnung an ein einheitliches Format.

Dem stehen viele Vorteile gegenüber: Schnellere Verfügbarkeit der Daten, kürzere Dokumentationszeiten und eine geringere Fehleranfälligkeit stehen hier an erster Stelle. Im konkreten Fall bedeutet das: Ein Notfallmediziner kann sofort sehen, ob ein Patient, der innerhalb von Minuten behandelt werden muss, Vorerkrankungen oder Unverträglichkeiten hat und die Maßnahmen entsprechend anpassen.

ePA, ECM & KIS: Vernetzung steht an erster Stelle

Die ECM-Suite enaio®, die in rund hundert Kliniken zum Einsatz kommt, verfügt über eine eigene Softwarelösung zur Abbildung von Patientendaten und -dokumenten. Sie macht medizinische Dienstleister somit fit für das Zeitalter der digitalen Patientenakte.

Die Lösung sammelt und archiviert die patienten- und aufenthaltsspezifischen Daten und Dokumente aus den unterschiedlichsten Quellsystemen. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese aus den medizinischen oder verwaltungstechnischen Bereichen kommen. Dank der ausgeprägten Schnittstellenstärke können die unterschiedlichsten Kommunikationsmechanismen realisiert werden: Institutionsübergreifende und international etablierte Standards wie HL7, IHE, DICOM, xDT und SAP ArchiveLink werden ebenso abgedeckt wie zahlreiche Scan-Verfahren zur Digitalisierung von Dokumenten.

Die elektronische Patientenakte mit enaio® lässt sich in gängige KIS-Systeme integrieren. Gleichzeitig ist der Aufruf externer Applikationen über Dashlet (z. B. DICOM-Viewer, SMART on FHIR APPs u. v. m.) möglich.

Diverse Zusatzmodule komplettieren den Funktionsumfang der enaio® Patientenakte:

  • enaio® MD-Prozess für die automatisierte Kommunikation mit dem LE-Portal der Medizinischen Dienste
  • enaio® KDL (Klinische Dokumentenklassenliste) als zusätzliche Aktenstruktur neben dem hausinternen Aktenplan
  • enaio® CDA (Clinical Document Architecture) für die Visualisierung strukturierter Patientendaten basierend auf dem XML Standard
  • enaio® Aktenexport für Bereitstellung von Dokumenten für Patienten, für Medizinische Dienste u. v. m.
  • enaio® AVS für den Digitalisierungsprozess von physischen Akten und die Verwaltung von Papierakten
elektronische Patientenakte

Alle Daten im Überblick: Der Medical Viewer in enaio® ermöglicht den Zugang zu allen Gesundheitsdaten.

Datenrecherche leicht gemacht

Ausgefeilte Such- und Filtermechanismen erlauben eine zielgerichtete Recherche der Daten und Dokumenteninhalte. Das umfangreiche Datenmodell macht es außerdem möglich, verschiedene Aktenpläne darzustellen.

Ein für medizinische Daten unumgänglicher Aspekt ist die revisionssichere Archivierung, die das Auslesen unverfälschter Daten auch nach vielen Jahren ermöglicht. enaio® gewährleistet diese Form der Archivierung, indem für zahlreiche Archivsysteme Schnittstellen angeboten bzw. neu geschaffen werden. Ein derartiges System kommt z. B. im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein zum Einsatz.

Die Technik muss stimmen

Die Vorteile digitaler Patientendaten liegen auf der Hand. Beim Bundesministerium für Gesundheit heißt es dazu, die elektronische Patientenakte “…vernetzt Versicherte mit Ärzten, Apotheken und Krankenhäusern. Viele bisher analog oder in Papierform ablaufende Arbeitsschritte können durch die ePA digitalisiert und vereinfacht werden. Statt einer Lose-Blatt-Sammlung zuhause oder einzelnen Befunden in den Praxissystemen verschiedener Praxen haben Arzt und Patient alle relevanten Dokumente auf einen Blick sicher verfügbar. So können belastende Mehrfachuntersuchungen vermieden werden.”

Dabei entscheiden die Patienten selbst, ob sie diese Art des Datenumgangs nutzen wollen. Das Entscheidende ist jedoch: Die technische Entwicklung zu digitalen Patientendaten ist praktisch nicht umkehrbar. Eine entsprechende Aufrüstung der Gesundheitsdienstleister ist also keine Option, sondern unumgänglich.

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