28. April 2020

Persönliche Anwesenheit? Überflüssig. Das Recruiting wird digital.

Durch den Verzicht auf Reisen und die Einschränkung des persönlichen Kontakts muss das Personalwesen in Wirtschaft und Verwaltung etablierte Bewerbungsmodalitäten über Bord werfen.

Die Infrastruktur für digitales Recruiting ist längst da

Schon in den letzten Jahren galt das digitale Bewerbungsverfahren als zukunftsfähige Option. Unternehmen, die überregional oder international nach Bewerbern suchten, boten in der Regel Telefon- und Videointerviews als Alternative zum persönlichen Vorstellungsgespräch an. Dies bot Vorteile für Bewerber und Arbeitgeber gleichermaßen: So lassen sich Reisezeit und -kosten sparen. Außerdem können sich bei guter Terminierung mehr Bewerber in kurzer Zeit vorstellen.

Allerdings galt diese Variante zumeist als Ersatz für ein persönliches Kennenlernen vor Ort. Gleichzeitig waren alle weiteren Elemente im Recruitingverfahren und auch im späteren Onboarding weiterhin physisch-materiell. Vom Probetag über das erste Team-Treffen bis hin zum eigentlichen Arbeiten: Immer musste man vor Ort sein.

Im besten Fall ist das Bewerbungsverfahren jetzt nahezu komplett digital ausgerichtet. Unternehmen, die diese Umstellung verpassen, verspielen die Möglichkeit, während der Corona-Beschränkungen weiterhin hochqualifizierte Bewerber zu erreichen. Gleichzeitig ist das Recruiting-via-remote auch ein Signal für die Zeit danach: Jobanwärtern wird ein guter Service geboten; man bleibt als Arbeitgeber attraktiv.

Sicherheit durch digitale Nähe

Aber auch, wenn der Arbeitsvertrag unterzeichnet ist, darf man neue Mitarbeiter nicht allein lassen. Eine gute digitale Betreuung gerade in den ersten Arbeitswochen ist wichtig für die Integration ins Team.

Wichtigste Herausforderung: Der Wegfall der informellen Kommunikation muss kompensiert werden. Auch wenn nicht jeder den manchmal albernen „Flurfunk” vermisst: Er ist ein sozialer Kit und sorgt dafür, dass sich Mitarbeiter über das konkrete Arbeitsgeschehen hinaus als Teil der Gruppe verstehen. Und dies gilt für Teamplayer genauso wie für Eigenbrötler. Wenn das Miteinander zwischen Tür und Angel nicht mehr stattfindet, kann es lohnend sein, regelmäßige Videokonferenzen in lockerer Atmosphäre zu veranstalten – einfach nur, damit man sich mal wieder sieht.

Physische Nähe unerwünscht: Büroplätze bleiben in den meisten Situationen unterbesetzt.

Mitarbeiter steht allein in einem hellen Konferenzraum

Im Onboarding neuer Mitarbeiter kommen zudem Paten zum Einsatz: Sie sind eine Art Erstbetreuer und stehen neuen Kollegen in den ersten Wochen als Ansprechpartner zur Verfügung. Der Erfolg zeigt sich, wenn man sich mal wieder im echten Leben begegnet: Dann hat man keine fremde Person vor sich – sondern im besten Fall einen gut integrierten Mitarbeiter.

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