

3. Mai 2022
Was begegnet Ihnen jeden Tag und รผberall? Was ist im gleichen Maรe die Herausforderung und deren Lรถsung fรผr unsere Gesellschaft? Es ist das โDโ-Wort โ aber was genau verbirgt sich hinter dem groรen Schlagwort Digitalisierung? All dies sind Fragen, die nur jemand beantworten kann, der aktiv den digitalen Wandel mitgestaltet. Arne Steveling, Teamleiter des Bereichs Training von OPTIMAL SYSTEMS Hannover, zeigt die Symbiose von Menschen und digitalen Lรถsungen. Schnell wird deutlich, dass Digitalisierung keinen blinden Aktionismus fordert, sondern den Menschen Schritt fรผr Schritt und individuell in eine digitale Zukunft begleitet.

Herr Steveling, Sie haben den Bereich Training geprรคgt und geformt. Wie hat Ihre Geschichte begonnen?
Steveling: Meine Geschichte als Trainer beginnt in meiner Studienzeit, da ich nebenbei als EDV-Hiwi tรคtig war und unter anderem โInternetkurseโ geleitet habe. Freiberuflich habe ich nach dem Studium diesen Weg weitergefรผhrt, indem ich neben Trainings fรผr EDV auch Webdesign angeboten habe. Aus einer Affinitรคt ist eine Leidenschaft entstanden, die mich 2012 zu OPTIMAL SYSTEMS gefรผhrt hat. Damals steckte der Bereich Training noch in den Kinderschuhen, sodass ich meine Erfahrungen in Zusammenarbeit mit meinen Kolleg*innen in die Gestaltung der Trainings integrieren konnte.
โAus einer Affinitรคt ist eine Leidenschaft entstanden โฆโ โ was begeistert Sie heute an Ihrem Beruf, Herr Steveling?
Steveling: Ich kommuniziere gerne mit Menschen und interessiere mich fรผr deren Geschichten. Ganz gleich, mit wem ich arbeite, es ist wichtig zuzuhรถren, die Wรผnsche, Bedรผrfnisse und รngste zu erkennen. Kommunikation ist gemeinsam mit Empathie das Fundament jedes Trainings. Nur wenn ich aktiv auf die Teilnehmenden eingehe und ihnen die Mรถglichkeit gebe, ihre individuellen Problemstellungen zu รคuรern, kรถnnen Herausforderungen in Lรถsungen umgewandelt werden. So kann sich aus รngsten oft eine Begeisterung fรผr das Thema entwickeln. Dieses Phรคnomen motiviert mich immer wieder aufs Neue.
Gewรคhren Sie uns einen Einblick in Ihren beruflichen Alltag?
Steveling: In meiner Funktion als Teamleiter fรผhre ich durchschnittlich ein Training die Woche durch, was zwei bis drei Tage in Anspruch nimmt. Einen Tag vor Trainingsbeginn bereite ich die Trainingsumgebung und alle Materialen vor. Wenn die Zeit aller Trainer es erlaubt, tauschen wir unsere Erfahrungswerte am nรคchsten Tag untereinander aus. Auch an dieser Stelle ist der Dialog elementar. Eine halbe Stunde vor dem virtuellen Trainingsbeginn begrรผรe ich unsere Teilnehmenden und starte mit dem eigentlichen Training. Bis zum Feierabend bin ich fรผr alle Trainingsteilnehmenden verantwortlich und biete am Ende der Veranstaltung immer eine Frage- und Antwortrunde an. Viele Kund*innen melden sich im Anschluss eines Trainings mit einigen Fragen oder Anliegen, die ich im Rahmen meiner Mรถglichkeiten beantworte.
An den anderen Arbeitstagen bin ich neben administrativen Tรคtigkeiten mit der Weiterentwicklung bestehender und Neuentwicklung neuer Trainings beschรคftigt und unterstรผtze den Vertrieb bei Kundenanfragen.
Herr Steveling, wie wichtig ist ein fundiertes Training?
Steveling: Dem ECM enaioยฎ sind die 30 Jahre Produktentwicklung in seinen Funktionen anzumerken, wobei die Bedien- und Nutzerfreundlichkeit im Vordergrund steht โ vergleichbar mit den Office-Programmen. Auch diese Programme sind in ihren Grundfunktionen erklรคrungsbedรผrftig und bieten gleichzeitig Spielraum zum Selbstentdecken. Zusรคtzlich zur Basissoftware bieten wir weitere Entwicklungen wie die Allgemeine Schriftgutverwaltung (ASV) an und haben festgestellt, dass allein der Funktionsumfang der ASV viele Mรถglichkeiten fรผr ein effizientes Arbeiten bietet, die wir an mehreren Tagen unseren Kund*innen nรคherbringen.
Wer besucht Ihre Trainings und wie begegnen Ihnen die Trainingsteilnehmenden?
Steveling: Unsere Trainings sind individuell fรผr Anwender*innen, Anwenderbetreuer*innen und Administrator*innen konzipiert. Die Erwartungshaltungen der einzelnen Trainingsteilnehmenden sind ganz unterschiedlich. Der grรถรere Anteil der Teilnehmenden mรถchte die Software umfassend kennenlernen. Wir haben aber auch Kund*innen, die eine dreistellige Anzahl von Fachverfahren betreuen und sich fรผr das Erlernen der Basiskenntnisse entscheiden. Wir konzentrieren uns auf die Bedรผrfnisse unserer Kund*innen โ das bestimmt den Erfolg der Digitalisierung.
Inwiefern hat das Coronavirus die Trainingssituation beeinflusst?
Steveling: Wir mussten schnell reagieren und haben, als der erste Lockdown absehbar war, unsere Technik so aufgestellt, dass wir auf virtuelle Trainings umstellen konnten. In der ersten Phase haben sich unsere Kund*innen auf die Pandemie ein- und umgestellt und waren zunรคchst mit der internen Organisation von beispielsweise Homeoffice-Plรคtzen beschรคftigt. Die Mรถglichkeit, remote am Training teilzunehmen, ist schnell realisiert worden. Mit einer Webinar-Plattform ist es den Trainer*innen mรถglich, รผber einen Kanal Inhalte zu transportieren und so das virtuelle Training zu gestalten.
Welches Training bevorzugen Sie: das in Prรคsenz oder das virtuell stattfindende Training? Welches bevorzugen Ihre Kund*innen?
Steveling: Beide Trainingsformen haben ihre Vor- und Nachteile. Ich bevorzuge die Prรคsenztrainings, da diese von einer stรคrkeren Dynamik leben. Die Vorgesprรคche und der Austausch sind im Vergleich zu den virtuellen Trainings intensiver, da auch andere Kolleg*innen von uns die Pause nutzen, um sich mit unseren Kund*innen auszutauschen. Auch die Vorgesprรคche zwischen den Teilnehmenden erfolgen ohne die โAufsichtโ des Trainers. Insgesamt lebt der Dialog in Prรคsenztrainings mehr โ daher hoffen wir aufgrund des Kundenfeedbacks, diese bald in unserem schรถnen Trainingsraum wiederzusehen. Jene Kund*innen, die zuvor nicht an einem Prรคsenztraining teilgenommen haben, sind mit der virtuellen Trainingsumgebung sehr zufrieden und mรถchten diese Art auch zukรผnftig weiter nutzen. Zukรผnftig werden wir beide Mรถglichkeiten anbieten, um allen Kund*innen gerecht zu werden.
Haben Sie eine unterhaltsame Anekdote fรผr uns?
Steveling: Eine unterhaltsame Situation hat sich im Rahmen der virtuellen Trainings ereignet, bei der wir im wahrsten Sinne des Wortes im Dunkeln getappt sind. Es gab bisher zwei bis drei Situationen, die z. B. durch den Serverausfall des Teamviewers zu einer Unterbrechung gefรผhrt haben. Nun hatten wir eine ganz interessante Situation, alle Trainingsteilnehmenden hatten bis auf einen Herrn keine Verbindung mehr zur virtuellen Umgebung. Womit keiner rechnen konnte, war der Stromausfall in dem Stadtviertel unseres Bรผros. Wie gesagt, eine Person war noch verbunden. Die simple Erklรคrung: Der Rechner des noch anwesenden Trainingsteilnehmers ist mit einer roten Steckdose verbunden gewesen. Diese schaffen fรผr mindestens eine halbe Stunde eine unterbrechungsfreie Stromversorgung.
Wagen wir einen Ausblick, Herr Steveling, welche Verรคnderungen sind zukรผnftig fรผr den Bereich der Trainings geplant?
Steveling: Wir mรถchten die Trainings fรผr all unsere Kund*innen รผberall und zu jeder Zeit zugรคnglich machen. Wenn wir nun in die Zukunft blicken, werden wir definitiv neben unseren bisherigen Trainingsmodellen auch Mรถglichkeiten zum E-Learning anbieten, damit Teilnehmende zeitsouverรคn und im eigenen Tempo den Umgang mit enaioยฎ lernen.
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