

3. Januar 2024
Digitalisierung ist das โMegathema der kommenden Jahreโ โ jedenfalls, wenn es nach CDU/CSU-Fraktionschef Volker Kauder geht. Wir von OPTIMAL SYSTEMS freuen uns darรผber, auch wenn die Formulierung โder kommenden Jahreโ etwas verwundert: Die Umsetzung der digitalen Revolution ist fรผr OPTIMAL SYSTEMS schlieรlich seit mehr als 25 Jahren das Tagesgeschรคft.
Wie ist also der digitale Stand der Dinge in den Bรผros und Unternehmen Deutschlands wirklich? Die aktuelle Studie โRecruitingTrendsโ von Staufenbiel wirft ein Schlaglicht auf einen kleinen, jedoch spannenden Teilbereich der Unternehmenswelt: das โRecruitingโ bzw. die โHuman Resourcesโ-Abteilung.
Vier von zehn Unternehmen nutzen keine Softwarelรถsung zur Bearbeitung von Bewerbungsprozessen. In vielen Bรผros werden also tatsรคchlich noch tรคglich Briefe geรถffnet, E-Mails ausgedruckt und Fotos mit Bรผroklammern an Papier geheftet.
Und auch die knappe Mehrheit der Unternehmen, die bereits eine digitale Lรถsung einsetzen, tut das nicht immer konsequent: Zwar ist die Hauptfunktion, nรคmlich das Management der anfallenden Dokumente, fast รผberall im Einsatz. Doch erweiterte Chancen, wie z. B. abgelehnte Bewerber zu einem Talentpool zusammenzufassen (50 %) oder das โOnboardingโ direkt anzuknรผpfen (36 %), werden noch zu selten genutzt. So ist oft eine Umstellung der bisherigen Arbeitsprozesse ins Digitale zu beobachten โ allerdings selten eine integrierte โdigital firstโ-Strategie.


Je grรถรer die Firma, desto frรผher wird Software fรผrย Enterprise Content Managementย eingesetzt: Im Durchschnitt haben Groรunternehmen bereits seit zehn Jahren eine entsprechende Softwarelรถsung im Einsatz, der Mittelstand dagegen setzt im Schnitt erst seit sechs Jahren auf ECM. Lediglich jedes dritte mittelstรคndische Unternehmen hat รผberhaupt schon eine ECM-Lรถsung im Einsatz.
Von diesen setzt nur ein Drittel diese Lรถsung unternehmensweit ein โ beim รผberwiegenden Teil bleibt die ECM-Lรถsung auf einzelne Fachabteilungen wie zum Beispiel Controlling, Einkauf oder Personal beschrรคnkt. Groรunternehmen, die typischerweise mehrere Standorte haben und dezentraler strukturiert sind, liegen hier mit einer Quote von รผber 90 % unternehmensweitem Einsatz deutlich vor den mittelstรคndischen Unternehmen. Oft wird hier schon รผber die Ablรถsung der bestehenden ECM-Software nachgedacht, wรคhrend viele Mittelstรคndler gerade die Einfรผhrung einer unternehmensweiten Lรถsung planen.
Auch das Thema โMobiles Arbeitenโ bzw. Home Office ist untrennbar mit dem Thema Digitalisierung verbunden โ schlieรlich ist fรผr das bequeme Arbeiten von Zuhause aus eine Menge Infrastruktur nรถtig: Von der Glasfaser, die die Daten ins Haus bringt, bis zur Software, die beim digitalen Arbeiten fรผr Konsistenz und Sicherheit sorgt.

Die Unternehmen haben diesen Trend erkannt: 70 % der befragten Unternehmen schรคtzen, dass die Mรถglichkeit, mobil zu arbeiten, fรผr Bewerber โwichtigโ oder โsehr wichtigโ ist โ nur flexible Arbeitszeiten werden als ein noch wichtigeres Thema eingeschรคtzt. Auch bei der Umsetzung ist bereits viel geschehen: So geben bereits knapp drei von vier Unternehmen an, ihren Mitarbeitern Home Office anzubieten โ ob die Heim-Internetanschlรผsse der Mitarbeiter fรผr eine komfortable Nutzung schnell genug sind, wurde allerdings nicht abgefragt.

Auch wenn viele Firmen die Zeichen der Zeit erkannt haben und die Herausforderungen der Digitalisierung proaktiv anpacken, bleiben viele Potenziale noch ungenutzt. Eine โdigital firstโ-Strategie mit umfassender Integration elektronischer Arbeitsablรคufe, wie sie z. B. eine digitale Personalakte bietet, ist im Personalwesen bisher eine Ausnahme. Dabei werden die meisten Unternehmen รผber kurz oder lang nicht umhinkommen, ihre Prozesse mehr und mehr durch Computereinsatz zu flexibilisieren und digitale Strategien ganzheitlich zu denken.
Das kรถnnte Sie auch interessieren
Haben Sie noch Fragen?
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!