Unser Geschรคftsleben ist geprรคgt von Vertrรคgen, Vereinbarungen und Genehmigungen. Vielleicht fragen Sie sich auch: Warum dauert es so lange, bis Ihr Vertrag unter Dach und Fach und das betreffende Dokument von allen Beteiligten unterzeichnet ist? Der traditionelle Signaturprozess erfordert zahlreiche Ausdrucke, Kopien, Postsendungen, Telefonate und E-Mails, um Details zu klรคren, ร„nderungen durchzufรผhren und Erinnerungen zu senden. Dieser aufwendige Prozess ist nicht nur frustrierend, sondern auch ineffizient. Mit der digitalen Signatur bringen Sie Dynamik und Effizienz in Ihre Prozesse. Die elektronische Signatur ermรถglicht es Ihnen, Ihre Vertrags- und Genehmigungsprozesse schneller, transparenter und auch vertrauensvoller abzuwickeln. Durch die Nutzung einer Software fรผr digitale Signatur kรถnnen Sie den Papierkram hinter sich lassen und sich auf das Wesentliche konzentrieren: Ihr Geschรคft.

Ein Balkendiagramm, das den Prozentsatz der Menschen zeigt, die sich fรผr digitales Marketing interessieren.

Digitale Signatur: Definition und Abgrenzung

Die digitale Signatur ist eine kryptografische Technologie, die es ermรถglicht, elektronische Dokumente in Form von PDF-Dateien online rechtsgรผltig zu unterschreiben und deren Integritรคt zu gewรคhrleisten. Dabei wird die Authentizitรคt eines Dokuments bestรคtigt und die Identitรคt der Unterzeichnenden verifiziert.

Bei der digitalen Signatur wird ein mathematisches Verfahren angewendet, das auf asymmetrischer Verschlรผsselung basiert. Es werden zwei Schlรผssel generiert: ein รถffentlicher Schlรผssel und ein privater Schlรผssel. Der private Schlรผssel ist geheim und ausschlieรŸlich der Person bekannt, die unterzeichnet, wรคhrend der โ€œpublic keyโ€ รถffentlich zugรคnglich ist.

Durch die Anwendung der mathematischen Funktionen wird eine elektronische Signatur erzeugt, die untrennbar mit den ursprรผnglichen Daten verbunden ist. So wird sichergestellt, dass die Daten nicht manipuliert wurden und die Unterzeichnenden tatsรคchlich die Personen sind, fรผr die sie sich ausgeben.

Elektronische Signatur versus Digitale Signatur โ€“ ein und dasselbe?

Hรคufig werden die Begriffe โ€œelektronische Signaturโ€ und โ€œdigitale Signaturโ€ synonym verwendet, weil beide Unterschriften online (elektronisch) erstellt werden. Sie sind im Grunde aber nicht das Gleiche:

Die elektronische Signatur ist ein breiter Begriff, der jede Form von elektronischer Bestรคtigung oder Zustimmung zu einem Dokument oder einer Transaktion umfasst. Das kann beispielsweise der Scan einer handschriftlichen Unterschrift sein. Eine elektronische Signatur, auch e-Signatur oder elektronische Unterschrift genannt, ist in der Regel einfach anzuwenden und erfordert oft nur eine Identifikation oder Authentifizierung der Unterzeichnenden, ohne dass ein hohes MaรŸ an Sicherheit oder Verschlรผsselung erforderlich ist. Sie bietet zwar Rechtsgรผltigkeit aber eine geringe Datensicherheit.

Im Gegensatz zum juristischen Begriff โ€œelektronische Signaturโ€ entspricht der Terminus โ€œdigitale Signaturโ€ einer mathematischen Bezeichnung. Die digitale Signatur ist eine bestimmte Art der elektronischen Signatur und wird mithilfe einer Public Key Infrastructure (PKI) verschlรผsselt. So ordnet die digitale Unterschrift ein Dokument klar einer oder einem Unterzeichnenden zu โ€“ vergleichbar mit einem elektronischen Fingerabdruck.

Ein Diagramm, das den Prozess einer digitalen Signatur zeigt.
Abbildung: Die digitale Signatur verbindet Unterzeichnende sicher und rechtsgรผltig mit einem Dokument

Welche Arten der digitalen Unterschrift gibt es?

Die Anforderungen an digitale und elektronische Unterschriften sind EU-weit in der eIDAS-Verordnung (Electronic Identification And Trust Services) geregelt. Diese Richtlinie unterscheidet drei Arten von e-Signaturen:

  1. Einfache elektronische Signatur (EES): Dies ist die grundlegendste Form der elektronischen Signatur, die lediglich den Zweck erfรผllt, Unterzeichnende kenntlich zu machen. Beispiel: mit dem Finger geschriebene โ€“ auch gekritzelte โ€“ Unterschrift auf dem Scangerรคt des Paketzustellers.
  2. Fortgeschrittene elektronische Signatur (FES): Die fortgeschrittene elektronische Signatur erweitert die einfache digitale Signatur, indem zusรคtzliche Sicherheitskriterien erfรผllt werden mรผssen. Dazu gehรถren die eindeutige Zuordnung zu den Unterzeichnenden (Authentizitรคt), die Identifizierung der Unterzeichnenden (Nicht-Abstreitbarkeit) und die Verbundenheit mit dem Dokument (Integritรคt). Zudem muss sie zum Beispiel mit einem persรถnlichen PC oder Tablet erstellt worden sein, d. h. mit Mitteln oder Tools, die nur den Unterzeichnenden zur Verfรผgung stehen. Eine FES bietet ein hรถheres Sicherheitsniveau als eine einfache elektronische Signatur.
  3. Qualifizierte elektronische Signatur (QES): Die qualifizierte elektronische Signatur ist die โ€œhรถchste Stufeโ€ des elektronischen Unterschreibens, die eine rechtliche Bindung hat. Im Artikel 25 der eIDAS-Verordnung gilt sie als juristisch gleichwertig zur handschriftlichen Unterschrift. Sie muss neben den Sicherheitskriterien der FES noch folgende Anforderungen erfรผllen:
    1. รœberprรผfung der Identitรคt der Unterzeichnenden muss im Vorhinein erfolgen
    2. Signatur muss in einer sogenannten โ€œsicheren Signaturerstellungseinheitโ€ (SSEE bzw. auch als QSCD โ€“ Qualified Signature Creation Device โ€“ bekannt) erstellt werden โ€“ eine spezielle Kombination aus Hard- und Software, die kryptografische Schlรผssel sicher verwaltet
Vergleich der Arten digitaler SignaturenEESFESQES
ELEKTRONISCHE UNTERSCHRIFTjaja
ja
EINDEUTIGE ZUORDNUNG ZU UNTERZEICHNENDENneinja
ja
IDENTIFIZIERUNG DER UNTERZEICHNENDENneinjaja
ร„NDERUNG DER DATEN NACHVERFOLGBARneinjaja
VALIDIERUNG DER IDENTITร„T IM VORHINEINneinneinja
BASIERT AUF EINEM QUALIFIZIERTEN ZERTIFIKATneinneinja

Wenn Sie eine qualifizierte elektronische Signatur mit Anbieter-Akkreditierung verwenden, garantiert ein Trust Center die nachgewiesene organisatorische und technische Sicherheit durch ein Gรผtesiegel.

Elektronische und digitale Signaturen werden von natรผrlichen Personen verwendet. Ein elektronisches Siegel ist eine mit elektronischen Informationen verknรผpfte Datei und wird eingesetzt, wenn juristische Personen ohne Vertreter eine digitale Unterschrift erstellen sollen.  

Wo digitale Signaturen zum Einsatz kommen

Die Bedeutung, Dokumente in Form von PDFs online zu unterschreiben, liegt darin, Vertrauen, Sicherheit und Rechtsverbindlichkeit in elektronische Dokumente und Transaktionen zu bringen. Demzufolge finden digitale Signaturen in zahlreichen Anwendungsbereichen Verwendung, wie zum Beispiel:

Die digitale Signatur im Vertragsmanagement

Wenn Sie Ihr digitales Vertragsmanagement bereits รผber eine DMS-/ECM-Software organisieren oder planen, zukรผnftig Ihr Vertragswesen digital abzuwickeln, automatisieren Sie sรคmtliche Prozesse entlang des Vertragszyklus. In diesem Kontext spielt die digitale Signatur eine bedeutende Rolle: Vertrรคge elektronisch zu signieren, beschleunigt die Vertragsabwicklung, verkรผrzt die Durchlaufzeiten und optimiert die Vertragsverwaltung.

Die digitale Signatur ermรถglicht eine umfassende Rรผckverfolgung innerhalb des Contract Lifecycles. Es wird prรคzise dokumentiert, wer den Vertrag unterzeichnet hat und zu welchem Zeitpunkt dies erfolgte. Durch diese transparente Darstellung bleiben Sie jederzeit รผber den aktuellen Vertragsstatus informiert und kรถnnen bei Verzรถgerungen rechtzeitig intervenieren.

Die digitale Signatur im Human Resource Management

Im HR-Bereich trรคgt die elektronische Unterschrift zur Gewรคhrleistung der Authentizitรคt und Integritรคt von Dokumenten bei, die in der Personalverwaltung verwendet werden. Durch die Nutzung digitaler Signaturen kรถnnen Mitarbeiterdokumente elektronisch erstellt, unterzeichnet und im optimalen Fall sicher in der digitalen Personalakte aufbewahrt werden. Durch die Verwendung der digitalen Signatur zeigen Sie, dass Sie offen fรผr eine moderne Arbeitsweise, fรผr Digitalisierung und neue Technologien sind. Dies wirkt sich positiv auf Ihr Employer Branding aus und positioniert Ihr Unternehmen als modernen und attraktiven Arbeitgeber.

Hier sind einige Anwendungsfรคlle, in denen die elektronische Signatur in der digitalen Personalakte eingesetzt werden kann:

  • Arbeitsvertrรคge
  • Einwilligungserklรคrungen
  • ร„nderungen von Vertragsbedingungen
  • Urlaubsantrรคge und Genehmigungen
  • Schulungsunterlagen und Zertifikate
  • usw.

Die digitale Signatur im Gesundheitswesen

In kaum einem Bereich geht es um derart sensible persรถnliche Informationen wie im Gesundheitswesen. Hier spielt die digitale Signatur eine entscheidende Rolle bei der Sicherung und Verwaltung medizinischer Daten: Einwilligungserklรคrungen, Aufnahmeformulare, Arztbriefe, medizinische Berichte oder Medikamentenverordnungen kรถnnen mittels Signatur-Software rechtssicher elektronisch signiert werden. Dies fรผhrt zu einer erheblichen Reduzierung des Papierbedarfs, beschleunigt Wartezeiten und erleichtert den sicheren Austausch, mit dem Erfolg einer besseren Patientenerfahrung und einer einfacheren Patientenverwaltung durch das Gesundheitspersonal.

Sobald die Formulare oder medizinischen Dokumente digital signiert wurden, werden sie vielerorts bereits automatisch in der elektronischen Patientenakte รผber die ECM-Software abgelegt oder weiter verarbeitet.

Von der Einzel- bis zur Massensignatur

Einzel-, Mehrfach-, Massen- und Stapelsignatur sind unterschiedliche Ansรคtze der digitalen Signatur, mit denen Sie Ihren Vertrags- oder Genehmigungsprozess optimieren kรถnnen.

Eine Einzelsignatur bezieht sich auf die Unterzeichnung eines einzelnen Dokuments oder einer einzelnen Datei mit einer digitalen Signatur. Es handelt sich somit um eine individuelle Signaturaktion, bei der ein Dokument von einer Person elektronisch signiert wird.

MEHRFACHSIGNATUR

Wenn mehrere Personen nacheinander dasselbe Dokument online unterzeichnen, spricht man von einer Mehrfachsignatur. Vor allem im Bereich von Freigabe- oder Genehmigungsprozessen erleichtert die e-Signatur diesen Prozess erheblich, zudem ist der gesamte Prozess transparent nachvollzieh- und kontrollierbar.

Eine Stapelsignatur, auch als Batch-Signatur oder Seriensignatur bekannt, beschreibt die simultane Unterzeichnung von mehreren Dokumenten oder Dateien. Statt jedes Dokument einzeln zu signieren, werden Dokumente zu einem Stapel zusammengefasst und anschlieรŸend mit einer einzigen digitalen Signatur versehen. Dieses Verfahren ermรถglicht eine effiziente Verarbeitung von Dokumenten, insbesondere bei der Signierung groรŸer Mengen, wie Rechnungen oder Vertrรคgen. Durch die Bรผndelung der Signaturen in einem einzigen Schritt werden zeitraubende Einzelunterzeichnungen vermieden und die Bearbeitungsgeschwindigkeiten gesteigert.

MASSENSIGNATUR

Die Massensignatur geht noch einen Schritt weiter und umfasst die Unterzeichnung einer รคuรŸerst groรŸen Anzahl von Dokumenten oder Dateien gleichzeitig. Hierbei wird die Signatur hรคufig mithilfe eines Autosigners erzeugt, um den Prozess der Massenunterzeichnung zu automatisieren. Dieses Verfahren findet beispielsweise Anwendung bei der Signierung von Kundenmitteilungen, Versicherungspolicen oder elektronischen Zustellungsbelegen. Durch die Nutzung der Massensignatur werden umfangreiche Signieraufgaben effizient bewรคltigt, was den Zeit- und Arbeitsaufwand reduziert und die Vertragsabwicklung optimiert.

Wie funktioniert eine digitale Signatur?

Das kryptografische Verfahren hinter der digitalen Unterschrift verwendet Schlรผsselpaare, bestehend aus einem รถffentlichen Schlรผssel und einem privaten Schlรผssel. Der Prozess der digitalen Signatur umfasst in der Regel folgenden Schritte:

Hash-Berechnung

Zunรคchst wird eine eindeutige Prรผfsumme (Hash) des zu signierenden Dokuments erstellt. Eine Hash-Funktion (= Algorithmus) wandelt das Dokument in eine feste Zeichenfolge (Hash-Wert) um, die charakteristisch fรผr den Inhalt des Dokuments ist. Selbst die kleinste ร„nderung am Dokument wรผrde zu einem vรถllig anderen Hash-Wert fรผhren.

Verschlรผsselung mit dem Private Key

Der Hash-Wert wird nun mit dem Private Key der Unterzeichnenden verschlรผsselt. Diese Verschlรผsselung erzeugt die digitale Signatur des Dokuments.

Zusammenfรผhrung mit dem Dokument

Um die digitale Signatur zu รผberprรผfen, extrahiert die empfangende Person des signierten Dokuments den Hash-Wert aus der Signatur. AnschlieรŸend wird dieser Hash-Wert mit dem Public Key des Unterzeichnenden entschlรผsselt. Wenn der entschlรผsselte Hash-Wert mit dem des Empfangenden selbst berechneten Hash-Wert รผbereinstimmt, ist die Signatur gรผltig, und das Dokument wurde nicht manipuliert.

Diese Verschlรผsselung (auch Chiffrierung genannt) ist fรผr den Datenschutz und die Datensicherheit wichtig, denn fรผr sicheres elektronisches Unterschreiben und รœbertragen der Signatur mรผssen Zugangs-, Zugriff- und Weitergabekontrolle durch eine Verschlรผsselung gewรคhrleistet sein.

Es ist wichtig zu berรผcksichtigen, dass die digitale Signatur nicht den gesamten Inhalt des Dokuments verschlรผsselt. Sie bestรคtigt die Identitรคt des Unterzeichnenden und die Unversehrtheit des Dokuments.

Cover des Whitepapers "Der digitale Handschlag" von OPTIMAL SYSTEMS

Whitepaper: โ€žDer digitale Handschlagโ€œ

Erfahren Sie, wie Sie mit wenig Aufwand Ihre Vertragsprozesse digitalisieren und effizienter gestalten kรถnnen: von Freigabeworklows รผber die digitale Signatur bis zu flexiblen Aktenlรถsungen.

Digitale Signatur als Teil der Vertragsmanagement-Software

Die digitale Signatur ist ein wesentlicher Bestandteil vieler Vertragsmanagement-Softwarelรถsungen. Somit kรถnnen Unternehmen den gesamten Vertragslebenszyklus elektronisch abbilden und abwickeln โ€“ von der Erstellung รผber die รœbermittlung, Korrektur, Unterzeichnung bis zur Archivierung von Vertrรคgen.

Je nach Anbieter erfรผllt die Software fรผr digitale Signatur dabei folgenden Funktionen:

  • Elektronische Unterzeichnung: Vertrรคge kรถnnen direkt nach der Erstellung mit einem Klick zur elektronischen Unterzeichnung weitergeleitet werden: Sie mรผssen dabei keinen Systemwechsel vornehmen und vermeiden Medienbrรผche und Zusatzaufwand.
  • Signatur-Workflow: Dank Signatur-Workflows kann der Prozess der Unterzeichnung automatisiert und transparent abgebildet werden. Dies umfasst die Definition der Unterzeichnenden, die Festlegung der Reihenfolge der Unterzeichnung, das Versenden der betreffenden Dokumente, die Information der Unterzeichnenden, dass fรผr sie ein PDF zum Signieren bereit liegt, die รœberwachung des Fortschritts des Unterzeichnungsprozesses und die Fertigstellungsmeldung.
  • Benachrichtigungen und Erinnerungen: Je nach Software ist es mรถglich, automatisierte Benachrichtigungen und Erinnerungen an die Unterzeichnenden zu senden. So stellen Sie sicher, dass keine Fristen versรคumt werden und der Vertragsprozess effizient ablรคuft.
  • SicherheitsmaรŸnahmen: Die digitale Signatur-Software bietet Sicherheitsfunktionen wie die Verschlรผsselung der Datenรผbertragung und -speicherung, Zugriffskontrollen und Audit Trails, um die Vertraulichkeit, Integritรคt und Verfรผgbarkeit der Vertragsdaten zu gewรคhrleisten.
  • Compliance und Rechtskonformitรคt: Die Software unterstรผtzt die Einhaltung rechtlicher Anforderungen an elektronische Signaturen. Unter anderem gewรคhrleisten Zeitstempel, Archivierung und Protokollierung die rechtliche Gรผltigkeit und Nachvollziehbarkeit der Unterzeichnung.

Wie digitale Signatur und Dokumentenmanagement optimal zusammenspielen

Ein entscheidendes Kriterium fรผr die erfolgreiche Implementierung einer digitalen Signatur-Software liegt in der nahtlosen Integration in die bestehende IT-Landschaft eines Unternehmens. Insbesondere die Einbindung in bereits vorhandene DMS-/ ECM-Systeme erweist sich dabei als die optimale Form des papierlosen Arbeitens. Wenn Sie die digitale Unterschrift genau an den Stellen, an denen sie benรถtigt wird, verfรผgbar machen, kรถnnen Sie das volle Potenzial der e-Signatur-Technologie ausschรถpfen. Die sorgfรคltige Integration in die bestehende IT-Infrastruktur gewรคhrleistet dabei nicht nur einen reibungslosen Arbeitsablauf, sondern trรคgt auch zur Sicherstellung der Rechtskonformitรคt und Datenintegritรคt bei.

Ein Screenshot einer Grafik.
Abbildung: Laut DocuSign nimmt die Integration der e-Signatur in die IT-Infrastruktur einen wichtigen Stellenwert ein โ€“ รผber 90 % der Befragten haben die Signatur-Software bereits integriert oder planen sie zu integrieren.

Anbieter spezieller DMS- und ECM-Software unterstรผtzen รผber offene API-Schnittstellen die Anbindung vieler Signatur-Software-Lรถsungen, wie zum Beispiel DocuSign Germany GmbHMentana-Claimsoft GmbH oder Governikus GmbH & Co. KG.

Durch die Integration in ihre Tools kรถnnen User den Signaturprozess direkt von der jeweiligen Anwendung heraus starten. Dafรผr wird das jeweilige Dokument โ€“ zum Beispiel ein Word-Dokument โ€“ in ein PDF-Format konvertiert, an das Signaturmodell รผbergeben und nach der elektronischen Unterschrift in der entsprechenden elektronischen Akte im Dokumentenmanagementsystem gespeichert.

ELEKTRONISCHE SIGNATUR
AN DMS ANGEBUNDEN
ELEKTRONISCHE SIGNATUR
NICHT AN DMS ANGEBUNDEN
EFFIZIENZ UND ZEITERSPARNISAutomatisierung der Prozesse, schnellerer WorkflowManuelle Signaturprozesse, lรคngere Bearbeitungszeiten
NACHVOLLZIEHBARKEIT UND AUDIT TRAILLรผckenlose Protokollierung von Signaturvorgรคngen, prรผffรคhige Audit TrailsSchwierigkeiten bei der Nachverfolgung und รœberprรผfung von Signaturhistorien
LANGZEITARCHIVIERUNGIntegrierte Archivierung von signierten Dokumenten und zugehรถrigen MetadatenProbleme bei der langfristigen Speicherung und Nachweisbarkeit

Signaturprozess รผber Workflow Management steuern

Ein Signatur-Workflow ermรถglicht eine effiziente und zeitnahe Signierung von Dokumenten, unabhรคngig davon, ob sich die Unterzeichnenden physisch am selben Ort befinden oder nicht. Durch einen Signatur-Workflow wird festgelegt, wer welche Dokumente in welcher Reihenfolge unterschreibt. Dieser automatisierte Ansatz beschleunigt den Signaturprozess und verbessert seine Transparenz und Qualitรคt.

Durch den Workflow digitalisieren Sie nicht nur den Prozess des analogen Unterschreibens: Sie verschlanken, beschleunigen, รผberwachen und optimieren ihn. Sie legen fest, wer Dokumente signieren muss und wer die Dokumente zur Kenntnisnahme erhalten soll. Sie kรถnnen fรผr die Aufgaben auch Vertreter*innen festlegen, fรผr den Fall, dass die betreffenden Personen nicht verfรผgbar sind.

Wenn Sie den Workflow starten, initialisieren Sie den Signaturprozess, und die von Ihnen ausgewรคhlten Personen erhalten in der von Ihnen definierten Reihenfolge eine E-Mail-Benachrichtigung mit der jeweiligen Aufgabe (signieren, รผberprรผfen, freigeben). So koordinieren Sie die verschiedenen am Prozess beteiligten Personen โ€“ unabhรคngig von ihrem Aufenthaltsort.

Workflow Management

bei digitalen Signaturen stellt sicher, dass Fehler und Redundanzen vermieden werden. So kann es zum Beispiel nicht passieren, dass Unterlagen durch den Postweg verloren gehen, jemand an der falschen Stelle unterschreibt oder falsche Inhalte angezeigt bekommt. Sie kรถnnen bereits im Vorfeld Tags festlegen, die Inhalte anzeigen oder ausblenden und benutzerorientierte Felder fรผr Namen, Wรคhrung, Unterschrift usw. einfรผgen.

Wรคhrend der Prozess lรคuft, bewahren Sie den vollstรคndigen รœberblick รผber den Status quo und den Fortschritt โ€“ in Echtzeit. Jede Transaktion, sprich jedes ร–ffnen, Einsehen des Dokuments, Drucken, Weiterleiten, Signieren oder Ablehnen der Unterschrift wird protokolliert.

Digitale Signatur und die Rechtssicherheit

Ein wesentlicher Vorteil der digitalen Signatur liegt in ihrer Rechtsgรผltigkeit. Im DACH-Raum gibt es Gesetze und Verordnungen, die die Verwendung der digitalen Signatur regeln.

eIDAS-Verordnung

Die eIDAS-Verordnung ist eine europaweite, einheitliche und rechtliche Grundlage fรผr elektronische Geschรคftsprozesse. Die Verordnung gilt seit Juli 2016 und umfasst alle 27 EU-Mitgliedsstaaten. eIDAS steht fรผr electronic Identification, Authentication and Trust Services und regelt die elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste fรผr elektronische Transaktionen, einschlieรŸlich elektronischer Signaturtransaktionen. Die eIDAS-Verordnung umfasst die FES (fortgeschrittene elektronische Signatur) und QES (qualifizierte elektronische Signatur).

Die eIDAS-Verordnung hat das Ziel, die digitale Transformation zu fรถrdern und die grenzรผberschreitende Interoperabilitรคt elektronischer Dienste in der EU zu verbessern. Sie trรคgt zur Schaffung eines sicheren und vertrauenswรผrdigen Umfelds fรผr elektronische Transaktionen und Kommunikation bei und bietet eine einheitliche rechtliche Grundlage fรผr den Einsatz elektronischer Identifizierung und Vertrauensdienste innerhalb der Europรคischen Union.

zertES-Verordnung

Die Schweiz, als Nicht-Mitgliedsstaat der EU, hat eigene Bundesgesetze โ€“ so auch zur elektronischen Signatur, die รผber die ZertES-Verordnung geregelt ist.

A-Trust-Handysignatur

Die A-Trust-Handysignatur ist ein spezieller Dienst fรผr die elektronische Signatur in ร–sterreich, der von der Firma A-Trust angeboten wird.

Anstatt einer physischen Smartcard oder eines USB-Token wird die Signatur mittels eines speziellen Zertifikats auf dem Mobiltelefon der User erzeugt und verwendet. Um die A-Trust-Handysignatur nutzen zu kรถnnen, muss der User zuerst ein qualifiziertes Zertifikat von A-Trust erhalten. Dies kann รผber einen Online-Antrag oder persรถnlich bei einer A-Trust-Registrierungsstelle beantragt werden. Sobald das Zertifikat auf dem Mobiltelefon der Benutzenden installiert ist, kann die Handysignatur verwendet werden, um elektronische Dokumente oder A-Trust-PDFs zu signieren. Die Signatur wird mit einer PIN oder einem biometrischen Merkmal (z. B. Fingerabdruck) authentifiziert.

Die A-Trust-Handysignatur kann in verschiedenen Bereichen und Anwendungen eingesetzt werden. Dazu gehรถren die Unterzeichnung von Vertrรคgen, die Kommunikation mit Behรถrden (z. B. Finanzamt), die Durchfรผhrung von Bankgeschรคften, die Einreichung von Antrรคgen oder Dokumenten bei รถffentlichen Stellen und vieles mehr.

Eine Person nutzt ein Smartphone plus Logo von A-Trust

Digital signieren. Ganz leicht.

Dokumentsignatur fรผr User in ร–sterreich mit enaioยฎ und A-Trust

So erstellen Sie eine digitale Signatur mithilfe der Signatur-Software DocuSign

DocuSign ist ein fรผhrender Anbieter von elektronischen Signaturen, der es Unternehmen und Behรถrden ermรถglicht, elektronische Vereinbarungen zu verwalten. Mit DocuSign kรถnnen User auch in einem ECM digitale Unterschriften rechtsgรผltig erstellen, Dokumente elektronisch versenden und den Unterzeichnungsstatus verfolgen.

Anhand dieser beispielhaften Schritt-fรผr-Schritt-Anleitung sehen Sie, wie Sie eine digitale Signatur mithilfe einer Signatur-Software erstellen kรถnnen:

  • Konto
    Erstellen Sie Ihr Konto.

  • Daten
    Geben Sie Name(n) und E-Mail-Adresse(n) der zu unterschreibenden Personen ein.

  • Hochladen
    Klicken Sie auf โ€œDokument hochladenโ€, um das Dokument auszuwรคhlen, das Sie signieren mรถchten. Sie kรถnnen entweder ein Dokument von Ihrem Computer hochladen oder aus Cloud-Speicherplattformen wie Google Drive oder Dropbox importieren. Wichtig: Wandeln Sie Ihr Dokument vorher in ein PDF-Format um.

  • Platzieren
    Sobald das Dokument hochgeladen wurde, wรคhlen Sie die Stelle im Dokument aus, an der die digitale Signatur platziert werden soll.

  • Signatur erstellen
    Fรผr Ihre eigene Signatur klicken Sie auf die Schaltflรคche โ€œSignierenโ€ und wรคhlen Sie โ€œDigitale Signaturโ€. Fรผr das Erstellen Ihrer digitalen Signatur bietet DocuSign verschiedene Optionen: Sie kรถnnen entweder eine vorgefertigte Signatur auswรคhlen, eine handschriftliche Unterschrift auf einem Touchscreen erstellen oder eine hochgeladene Bilddatei Ihrer Unterschrift verwenden.

  • Editieren
    Ziehen Sie die digitale Signatur an die gewรผnschte Stelle im Dokument und passen Sie die GrรถรŸe entsprechend an. Sie kรถnnen die Signatur auch drehen oder weitere Anpassungen vornehmen, um sicherzustellen, dass sie ordnungsgemรครŸ platziert ist.

  • Fertigstellen
    Sobald Sie die digitale Signatur positioniert haben, klicken Sie auf die Schaltflรคche โ€œFertigโ€, um den Signaturvorgang abzuschlieรŸen. Je nach Einstellungen kรถnnen Sie weitere Informationen wie Ihren Namen, das Datum oder eine Kommentarfunktion hinzufรผgen.

  • Versenden
    Nun mรผssen Sie das Dokument nur noch versenden und/oder intern verwenden. Fรผr die empfangenden Personen kรถnnen Sie ebenfalls verschiedene Felder wie Name, Titel, Unterschrift usw. wรคhlen. Nachdem Sie die digitale Signatur erstellt haben, kรถnnen Sie das signierte Dokument entweder direkt an andere Parteien senden oder es fรผr den internen Gebrauch herunterladen.

  • Workflow
    Sie kรถnnen auch einen Signatur-Workflow einrichten, bei dem das Dokument automatisch an andere Personen zur Unterschrift gesendet wird.

FAQ zum Thema Digitale Signatur

Was ist der Unterschied zwischen einer digitalen Signatur und einer elektronischen Signatur?

In der Praxis wird kaum zwischen den Begriffen โ€œdigitale Signaturโ€ und โ€œelektronische Signaturโ€ unterschieden. Allerdings gibt es wichtige Unterschiede zwischen den beiden Begriffen โ€“ vor allem in der Art und Weise, wie sie erstellt und verwendet werden.

Eine digitale Signatur bezieht sich auf eine spezifische Art der elektronischen Signatur. Sie basiert auf einem asymmetrischen Verschlรผsselungsverfahren, bei dem ein privater Schlรผssel zum Signieren eines Dokuments und ein รถffentlicher Schlรผssel zur รœberprรผfung der Signatur verwendet werden. Eine elektronische Signatur ist ein allgemeinerer Begriff, der verschiedene Arten von elektronischen Unterschriften umfasst. Dazu zรคhlen beispielsweise eingescannte Unterschriften oder biometrische Signaturen (z. B. Fingerabdruck oder Stimmerkennung).

Was ist der Nutzen einer digitalen Signatur?

Der Nutzen einer digitalen Signatur liegt in der Gewรคhrleistung von Authentizitรคt, Integritรคt und Nachweisbarkeit elektronischer Dokumente. Durch den Einsatz einer digitalen Signatur kann die Identitรคt der Unterzeichnenden eindeutig bestรคtigt werden, was Fรคlschungen und Manipulationen vorbeugt. Die Online-Signatur gewรคhrleistet auch die Unversehrtheit des Dokuments, da ร„nderungen nach der Signaturerkennung erkannt werden. Ferner spart die digitale Signatur Zeit, reduziert den Papierverbrauch und erhรถht die Effizienz von Geschรคftsablรคufen.

Wie funktioniert die Anbindung der digitalen Signatur an eine DMS-/ECM-Software?

Die Anbindung einer digitalen Signatur an ein Enterprise Content Management (ECM) respektive Dokumentenmanagementsystem (DMS) hรคngt von den verfรผgbaren Integrationsoptionen, der Systemarchitektur, den Sicherheitsanforderungen und Ihren spezifischen Anforderungen ab.

Einige DMS-/ECM-Anbieter stellen offene APIs (Application Programming Interfaces) bereit, die es ermรถglichen, die Signatur-Software Ihrer Wahl in Ihre eigenen Anwendungen zu integrieren. Dies erรถffnet Ihnen die Mรถglichkeit, benutzerdefinierte Signaturprozesse zu implementieren, die speziell auf Ihre Anforderungen zugeschnitten sind. Die Integration erfolgt nahtlos und es entstehen keine Medienbrรผche. Dokumentenerstellung, PDF online unterschreiben, Signaturprozess digital steuern und direkte Ablage in den Archiven erfolgen aus โ€œeinem Gussโ€.

Ist eine digitale Signatur genauso sicher wie eine analoge Unterschrift?

Eine digitale Signatur ist in Bezug auf Sicherheit und Integritรคt mit einer analogen Unterschrift vergleichbar und bietet sogar zusรคtzliche Sicherheitsmerkmale. Eine qualifizierte digitale Signatur verwendet kryptografische Techniken, um die Authentizitรคt der Unterzeichnenden und die Unversehrtheit des Dokuments sicherzustellen. Der private Schlรผssel, der zur Signierung verwendet wird, ist geheim und eindeutig mit dem Unterzeichnenden verbunden.

Wie kann durch die digitale Signatur Datenschutz & Compliance eingehalten werden?

Die qualifizierte digitale Unterschrift ist verifizierbar, eindeutig und fรคlschungssicher. Das hilft, betrรผgerische Aktivitรคten, wie z. B. Identitรคtsdiebstahl, zu vermeiden und sichert die Einhaltung von Compliance-Vorgaben. Artikel 6 der Datenschutzgrundverordnung besagt, dass Betroffene ihre Zustimmung geben mรผssen, bevor mit der Verarbeitung personenbezogener Daten begonnen wird. Zudem sind die Verantwortlichen in der Beweispflicht, dass die Zustimmung erfolgt ist. Digitale Signatur-Software nimmt bei der QES auf den Schutz personenbezogener Daten Rรผcksicht. Wichtig ist, dass Sie sich erkundigen, wo die Server der Anbieter stehen. Wenn diese in Deutschland stehen, entsprechen sie (zumeist) den deutschen Datenschutzrichtlinien.

Wie aufwendig ist es, eine Software fรผr digitale Signatur zu implementieren?

Die Implementierung einer Software fรผr digitale Unterschriften kann je nach den spezifischen Anforderungen und Komplexitรคt der Software unterschiedlich aufwendig sein. Zudem hรคngt der Aufwand davon ab, ob Sie die e-Signatur-Software in Ihre bestehenden Systeme, wie ECM-/DMS-Software, CRM oder E-Mail-Programme, integrieren. Die Anbindung erfolgt รผber Schnittstellen. Wenn Ihre DMS-Software รผber eine offene API verfรผgt, ist die Integration einfacher. Die Einfรผhrung erfordert auf jeden Fall eine umfassende Planung, Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Teams (IT, Sicherheit, Compliance) und gegebenenfalls die Unterstรผtzung durch einen erfahrenen Dienstleister.

Ist die digitale Signatur auch fรผr Langzeitarchivierung anwendbar?

Ja, die digitale Signatur kann auch fรผr die Langzeitarchivierung von Dokumenten angewendet werden. Die Langzeitarchivierung bezieht sich auf die sichere Aufbewahrung von Dokumenten รผber einen langen Zeitraum. Wichtig ist hierbei, dass Sie ein Dokumentenformat fรผr die Langzeitarchivierung wรคhlen, das weit verbreitet ist und voraussichtlich auch in Zukunft unterstรผtzt wird. PDF/A (Archivierungsstandard fรผr PDF-Dokumente) ist ein Beispiel fรผr ein Format, das speziell fรผr die Langzeitarchivierung entwickelt wurde und die Integritรคt der Inhalte und der Signaturen bewahrt.

Funktioniert die digitale Signatur-Software auch, wenn mein Vertragspartner keine Software installiert hat?

Ja โ€“ auch wenn Ihr*e Vertragspartner*in keine digitale Signatur-Software installiert hat, kรถnnen die Dokumente dennoch durch die betreffenden Personen online unterschrieben werden.

Eine Gruppe von Personen, die ihre Laptops an einem Tisch nutzen

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