Freunde mit EinkaufstรผtenFreunde mit Einkaufstรผten

22. November 2019

Der Handel im digitalen Wandel

Der stationรคre Handel steckt mitten in der digitalen Transformation. Und Digitalisierung lohnt sich โ€“ das haben auch deutsche Handelsยญunยญterยญnehmen erkannt. Denn mit einem kanalรผbergreifenden Geschรคftsmodell lรคsst sich auch zukรผnftig die Wettbewerbsfรคhigkeit sichern. Dabei steht die Branche vor der Aufgabe, die stationรคren Vorteile mit einer digitalen Erlebniswelt zu verflechten. Im Zuge der Digitalisierung hat sich der Fokus wieder zunehmend vom Produkt auf den Kunden verlagert. Dessen Bedรผrfnisse und Wรผnsche stehen im Mittelpunkt, und das Leitbild โ€žder Kunde ist Kรถnigโ€œ ist heute wichtiger denn je. Um dem gerecht zu werden, muss der stationรคre Einzelhandel seine traditionellen Stรคrken ausยญspielen โ€“ unterstรผtzt von digitalen Lรถsungen.

Digitalisierung zahlt sich aus

Im Branchenvergleich liegt der Handel vier Punkte unter dem Durchschnitt von 56 Punkten beim Digitalisierungsindex Mittelstand 2018. Demnach hinken in Sachen Digitalisierung noch viele mittelstรคndische Unternehmen hinterher. Unter Druck stehend durch digitale Plattformen wie Amazon und Zalando, haben bislang aber nur 38 Prozent der Handelsunternehmen den digitalen Wandel in ihrer Geschรคftsstrategie verankert. Zudem fehlt es vor allem in kleineren Unternehmen an digitalem Know-how, um den Wandel erfolgreich anzugehen. GroรŸe Unternehmen kรถnnen oft auf mehr Ressourcen zurรผckgreifen und gehen bei der Digitalisierung grรถรŸere Schritte. So hat zum Beispiel EDEKA Minden-Hannover die Geschรคftspartnerverwaltung und das Sitzungsmanagement digitalisiert.

Ein Hรคndel-Diagramm, das die Anzahl der Mitarbeiter im Unternehmen anzeigt.
Quelle: Digitalisierungsindex Mittelstand 2018

Die Verbesserung der Kundenbeziehung wirkt sich direkt auf den Geschรคftserfolg aus. Daher setzen erfolgreiche Unternehmen auf intelligente Kunยญdendatenbanken, werten das Kaufverhalten aus und stellen entsprechende personalisierte Angebote bereit. Dadurch hat sich fรผr 74 Prozent der Unternehmen die Kundenbeziehung verbessert. Allerdings gibt es noch reichlich Potenzial zur Verbesserung. Bislang greifen nur 36 Prozent der Handelsunternehmen zentral auf alle kunden- und vertragsrelevanten Daten zu. Nahezu ein Drittel (29 Prozent) haben dieses Thema รผberhaupt nicht auf der Tagesordnung.

Viele Hรคndler haben bereits ihr Geschรคftsmodell erweitert und vertreiben ihre Produkte sowohl offline als auch online. Immerhin 18 Prozent der Handelsbetriebe nutzen inzwischen auch Big Data-Analysen zur Individualisierung von Produkten, Lรถsungen und Services fรผr die Kundschaft. 71 Prozent der Firmen geben an, dass sich dies positiv auf den Umsatz auswirkt.

Zudem steigern digitale Workflows die Produktivitรคt. So hat sich bereits ein Drittel der befragten Unternehmen von manuellen Prozessen mit Papier und Medienbrรผchen losgesagt. Weitere 40 Prozent sehen sich auf dem Weg dahin. Und es lohnt sich. Denn die MaรŸnahmen zur digitalen Transยญformation spiegeln sich auch positiv in der Bilanz wider. Dabei gilt: Je weiter die Digitalisierung im Unternehmen vorangeschritten ist, desto zuยญfrieยญdener sind diese hinsichtlich Umsatz, Neukundengewinnung oder Produkt- und Servicequalitรคt.

Im Gegensatz etwa zum Industriesektor haben im Handel schon kleinere digitale MaรŸnahmen einen direkten positiven Effekt auf den Umsatz. Eine grundlegende Digitalisierung interner Prozesse oder die Etablierung neuer Geschรคftsmodelle, z. B. im Bereich Internet of Things, sind dazu gar nicht zwingend notwendig. Ein solider Webauftritt mit einem zeitgemรครŸen Onlineshop reicht fรผr viele mittelstรคndische Hรคndler hรคufig bereits aus, um deutlich mehr Kunden anzulocken und den Umsatz anzukurbeln.

Herausforderungen im Handel

Viele Kunden bestellen heute online oder kaufen in Shopping-Centern auรŸerhalb der Stรคdte ein. Dies fรผhrt zu einem zunehmend sinkenden Kunยญdenยญaufkommen und vielen leerstehenden Ladenflรคchen in innerstรคdtischen Einkaufszonen. Kurz: Der traditionelle Handel steht vor groรŸen Herยญausยญforยญderungen, dem dynamischen Wandel der Kundenbedรผrfnisse auch langfristig gerecht zu werden.

Laut einer reprรคsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom sieht sich die Mehrheit (73 Prozent) der befragten Unternehmer als Nachzรผgler beim Thema Digitalisierung. Lediglich 23 Prozent der Hรคndler sehen sich in diesem Bereich als Vorreiter. Und nahezu drei Viertel (71 Prozent) haben es schwer, Mitarbeiter mit digitalen Fachkenntnissen zu finden. Nichtsdestotrotz sehen 72 Prozent der befragten Hรคndler in der Digitalisierung generell eine Chance fรผr ihr Unternehmen.

Ein Kreisdiagramm, das den Prozentsatz der Personen anzeigt, die sich fรผr digitales Marketing und Handel interessieren.
Quelle: Bitkom Research

Jeder besitzt heute mindestens ein Smartphone oder Tablet. Und immer mehr nutzen diese Mobilgerรคte intensiv zum Einkaufen. So hat sich die Zahl der Kรคufer via Smartphone innerhalb von nur zwei Jahren nahezu verdoppelt. Daher gehรถren fรผr einen erfolgreichen Online-Shop nutzerยญfreundliche Shopping-Apps mittlerweile auch fast schon zur Standardausstattung.

Neben neuen Services geht es vor allem darum, dem Kunden ein Einkaufserlebnis auf mรถglichst vielen Kanรคlen anzubieten. Damit verschwimmen die Grenzen zwischen Online- und Offline-Hanยญdel immer mehr, E-Commerce und Mobile-Commerce erweitern die klassischen Geschรคftsmodelle der Unternehmen. Laut der Bitkom-Umfrage sind sich 81 Prozent der Hรคndler sicher, dass im Zuge der digitalen Transformation Online- und Offline-Handel verschmelzen werden. Und das ist kein Wunder: Kunden erwarten heute beim Einkaufen im stationรคren Handel dieselben Annehmlichkeiten wie beim Online-Einkauf. Gerade kleine und mittelstรคndische Hรคndler tun sich damit noch schwer und benรถtigen professionelle Unterstรผtzung beim Digitalisierungsprozess.

Fazit

Die Digitalisierung im Handelssektor schreitet voran, wenn auch deutlich langsamer als in anderen Branchen wie etwa der Industrie oder Logistik. Investitionen in die digitale Transformation wirken sich insgesamt positiv auf die Geschรคftszahlen aus und sichern langfristig auch die Wettยญbeยญwerbsยญfรคhigkeit. Allerdings besteht noch Nachholbedarf bei der Weiterbildung der Mitarbeiter im Handel, um diese mit dem erยญforยญderยญlichen Know-how fรผr die aktive Gestaltung des digitalen Wandels auszustatten. Beschleunigt wird der digitale Wandel durch etablierte Lรถsungen, die bereits an die Bedรผrfnisse der Unternehmen angepasst sind. Die oben erwรคhnte Handelsgesellschaft EDEKA Minden-Hannover konnte ihr Digitalisierungsprojekt mit enaioยฎ von OPTIMAL SYSTEMS umsetzen und profitierte dabei von jahrelanger Erfahrung im Bereich digitaler Dokumente. Die kompetente und inยญtelliยญgente Nutzung von modernen Technologien und Anwendungen ist ein zentraler Erfolgsfaktor beim digitalen Wandel. Das gilt im Handel genauso wie รผberall sonst.

Haben Sie noch Fragen?
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!