Informations­sicher­heit: mehr als Firewall und Virenscanner – mit Torsten Dargers

Überblick

IT-Verantwortliche, die Virenschutz und Firewall für eine ausreichende Absicherung von Unternehmenssystemen halten, bringen Torsten Dargers in Rage. In dieser “BAM! – Bytes and More”-Episode erklärt der Experte für Informationssicherheit und Datenschutz, warum die Erstellung guter Leitlinien einen so wichtigen Schritt hin zu einem wasserdichten Sicherheitskonzept darstellt. Und warum es bei der Umsetzung ebenso auf die Geschäftsführung wie auf jeden einzelnen Nutzer ankommt.

Im Gespräch

Dr. Sabine Holl

Dr. Sabine Holl

Geschäftsführende Gesellschafterin der Agentur Hartzkom

Die promovierte Politologin und ausgebildete Journalistin schrieb für verschiedene Tageszeitungen und Wirtschaftsmagazine wie den Harvard Business Manager und war als Pressesprecherin tätig.

Torsten Dargers

Torsten Dargers

Gründer und Geschäftsführer von Skillswift Business Solutions

Torsten Dargers beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit IT- und Cybersicherheit sowie Datenschutz. Mit dem Unternehmen Skillswift Business Solutions, das der gebürtige Norddeutsche 2021 gründete, berät er seine Kunden zu diesen Themen. Zuvor war er unter anderem für die Bauer Media Group als auch die LUNAR GmbH (einer IT-Tochtergesellschaft der EDEKA-Gruppe) in leitenden Funktionen tätig.

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Informationssicherheit: mehr als Firewall und Virenscanner

Gefahren werden unterschätzt

Die Herstellung von Informationssicherheit stellt eine komplexe Aufgabe für jedes Unternehmen dar, von der sich Verantwortliche durchaus überfordert fühlen können – zumal angesichts wachsender Ansprüche an mobiles Arbeiten, die Verfügbarkeit von Informationen und Dokumenten sowie die Einhaltung komplizierter rechtlicher Regelungen. Aber man müsse sich klar darüber sein, dass “in der Digitalisierung inhärent eine riesige Gefahr steckt, die es vorher nicht gab. Die Vorteile der digitalen Technologien erkaufen wir uns durch Angreifbarkeit.”

Standards und Gesetze geben Rahmen vor

Immerhin gibt es inzwischen Standards und rechtliche Regelwerke wie die Datenschutzgrundverordnung und das IT-Sicherheitsgesetz, die Orientierung bieten, betont Dargers. Der Gesetzgeber habe einen umfassenden rechtlichen Rahmen definiert – zumindest für den Umgang mit personenbezogenen Daten, für Behörden und kritische Infrastrukturen –, der auch Anforderungen an die technische Umsetzung stellt. Und das sei auch notwendig gewesen, ist Dargers überzeugt: “Denn Sicherheit ist einfach weit mehr als Firewall und Virenscanner.”

Leitlinien festlegen und am Unternehmen ausrichten

Was Sicherheit ist und leisten soll, müsse im Unternehmen zunächst in Leitlinien festgehalten und geschärft werden, bevor es an die Umsetzung geht. “Sicherheit muss bis in die Fachkonzepte hineinreichen, in die Geschäftsprozesse – und nur dann sind wir genau da, wo die Informationssicherheit hin muss, passend zum jeweiligen Unternehmen.” Einem One-fits-all-Konzept erteilt Dargers entsprechend eine entschiedene Absage: “Wenn Sicherheit nicht auf die Organisation passt, wird sie auch nicht wirksam sein.”

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