Digitalisierung von Beschaffungsprozessen für mehr Transparenz im Einkauf

Digitalisierung der Beschaffungsprozesse im Mittelstand

Es besteht erheblicher Bedarf an innovativen Softwarelösungen für die Digitalisierung der Beschaffungsprozesse zur strategischen Neuausrichtung des Einkaufs in mittelständischen Unternehmen. Unternehmen sind „nicht gut auf die Digitalisierung vorbereitet“, wie eine neue Studie der HTWK Leipzig zeigt. 

Kosten der Beschaffungsprozesse durch Digitalisierung halbieren

Laut der aktuellen Studie „Indirekter Einkauf im Fokus“ der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) können die Beschaffungskosten durch Digitalisierung von Einkaufsprozessen halbiert werden gegenüber der manuellen Beschaffung. Besonderer Fokus bei der Untersuchung lag auf der Betrachtung der C-Teile-Beschaffung, da die Teile nicht unmittelbar zur eigentlichen Herstellung des Endproduktes benötigt werden, aber unterstützen (s. ABC-Analyse). Als Ergebnis der Studie steht fest, dass „die Beschaffung von indirektem Bedarf […] in einem Unternehmen zu einem erheblichen Kostenfaktor werden“ kann. Dazu ein Rechenbeispiel aus der Studie: „mit rund 7.100 Bestellungen pro Jahr könnte mit Hilfe von digitalisierten Prozessen seine Bestellkosten von knapp 820.000 Euro um 40 Prozent auf 480.000 Euro reduzieren.“

Einheitliche Informationsbasis im Unternehmen

Wenn Einkaufsprozesse digital ablaufen, lassen sich Beschaffungsstrategien unternehmensweit vereinheitlichen und dadurch optimieren. Die Anforderung an den Einkauf ist dabei, z.B. manuelle Tätigkeiten zu automatisieren sowie Reaktionszeiten zu beschleunigen, um maßgeblich den Unternehmenserfolg positiv zu beeinflussen. Mit ECM-Lösungen lassen diese Anforderungen realisieren. Die alltäglichen Arbeitsabläufe werden z.B. durch die digitale Abbildung von Arbeitsprozessen, wie z.B. elektronische Rechnungsbearbeitungsprozesse (auch mit Schnittstellen zwischen ECM und ERP), oder die Bündelung von Lieferantendaten in digitalen Lieferantenakten unterstützt. Damit kann die Beschaffungskoordination im gesamten Unternehmen transparenter gestaltet werden.

 

Quelle: IT rebellen (17.5.2017)