Antike Uhr af Papier

Lame Duck Digitalisierung: Alte Technik kostet 20 Arbeitstage im Jahr

Digitale Technik ist toll. Digitale Technik ist schön. Digitale Technik frisst die Zeit der Mitarbeiter. Und zwar jede Menge! Rund 20 Arbeitstage im Jahr verlieren Angestellte im Büro damit, auf den Drucker zu warten, Textdokumente und Bilder zu suchen, sich mit der Bedienung von Geräten anzufreunden und, und, und. Kurz gesagt: Alte Technik bremst den Alltag aus! Das zeigt die Studie „IT-Zufriedenheit in europäischen Unternehmen“ von Sharp Business Systems in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Censuswide.

Pro Tag 38 Minuten vertrödelt

Eigentlich soll die technische Ausstattung im Büro ja Mitarbeiter dabei unterstützen, ihre Aufgaben schneller und effizienter zu erledigen. In der Realität heißt das für Viele wohl oft Ärger mit fehlerhafter, langsamer oder komplizierter Technik. Angestellte „vertrödeln“ so nach eigenen Angaben pro Bürotag 38 Minuten – auf ein Arbeitsjahr (á 250 Arbeitstage) gerechnet 10.000 Minuten. Wohlgemerkt: pro Angestellten!

Hauptgrund: chaotische Ablage

Der größte Zeitfresser im Büro: die unübersichtliche Dokumentenablage. Fast 22 Minuten gehen so jeden Tag verloren, weil Textdokumente und/oder Bilder allzu gut in einer chaotischen Ablage und einer Vielzahl an Dateiordnern verborgen sind. 31 Prozent der Befragten mahnten dies an.

Verwundern kann dieses Teilergebnis allerdings nicht wirklich. Immerhin ist die Dokumentablage und -bearbeitung mit Papier immer noch Usus in deutschen Büros. So werden bspw. weiterhin Rechnungen überwiegend in Papierform erstellt! Sind Dokumente zudem nur schlecht zu finden, entstehen Informationssilos, die den Informationsaustausch behindern und Medienbrüche erzeugen.

Chaos bei der Dokumentenablage verlangsamt das Auffinden wichtiger Dokumente und Informationen

Chaos bei der Dokumentenablage verlangsamt das Auffinden wichtiger Dokumente und Informationen.

Bremsklötze für die Motivation

Neben der mangelhaften Dokumentenablage beklagen 25 Prozent der Büroangestellten veraltete Technologien, die ihnen ein effizientes Arbeiten erschweren. Ebenso so viele geben an, dass sie sich gelegentlich von Kollegen beim Bedienen von Druckern und Scannern unterstützen lassen. Fast so viele lassen sich dabei von Kollegen „coachen“.

Der Zeitverlust sorgt nicht nur für Ineffizienz, sondern vor allem für sinkende Motivation. 52 Prozent der Befragten geben an, dass sie mit aktuel­le­rer Technik produk­ti­ver wären. 42 Prozent sind sich sogar sicher, dass ihre Motiva­tion steigen würde.

Für die Studie wurde 6045 Bürokräfte in neun Ländern Europas (Frankreich, Deutschland, UK, Italien, Schweden, Polen, Niederlande, Tschechien und Ungarn) zu ihren täglichen Technikproblemen befragt. 1015 der Befragten kamen aus Deutschland.

 

Quellen

 

http://www.zdnet.de/88281357/studie-langsame-buerotechnik-kostet-mitarbeiter-20-tage-pro-jahr/

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