Rechnungen schlagen der Digitalisierung ein Schnippchen

Rechnungen schlagen der Digitalisierung ein Schnippchen

Alte papierbasierte Prozesse im Unternehmen digitalisieren = Zeit und Geld sparen. Eine der einfachen Rechnungen des digitalen Wandels. Nur die Rechnung selbst will davon bisweilen nichts hören und lässt ihre Zahlen immer noch allzu gerne in Papierform ausdrucken. Das ist eines der Ergebnisses des Digital Office Index des Bitkom, die der Digitalverband auf der CeBIT 2016 vorstellte.

Dabei redet alle Unternehmenswelt von den Chancen und Möglichkeiten einer Digitalisierung. Daher befragte der Bitkom 1.108 Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern unter anderem zu ihrem Digitalisierungsfortschritt. Ein Ergebnis: 58 Prozent der deutschen Unternehmen erstellen ihre Rechnungen immer noch auf Papier. Selbst bei Unternehmen ab 500 Mitarbeitern, mit einem enorm hohen Rechnungsvolumen, setzt fast die Hälfte auf Papier.

58 % der deutschen Unternehmen erstellen Rechnungen auf Papier

Nur etwas über ein Drittel der deutschen Unternehmen erstellt seine Rechnungen in digitaler Form, zeigt der Bitkom Office Index 2016.

 

Papier ist geduldig – aber teuer

Papier ist eben geduldig, könnte man meinen. Tatsächlich gibt es eigentlich keinen Grund mehr, warum Rechnungen ausgedruckt werden müssen. Außer man liebt Papier. An fehlenden Nutzenargumenten kann es eigentlich nicht liegen. Schwarz auf Weiß: Digitale Rechnungsbearbeitung (bzw. E-Rechnung) spart Zeit bei der Erstellung, verringert Kosten für Druck, Lagerung etc. und reduziert Papier auf das Nötigste. Ein weiteres wesentliches Argument: E-Rechnungen kann der Empfänger direkt in sein System übernehmen – ohne Scannen, ohne Abtippen.

Woran liegt es aber dann? Fehlen einheitliche Standards für elektronische Rechnungen bzw. sind Sie zu wenig bekannt, Stichwort Zugferd? Hinken deutsche Unternehmen einfach nur hinterher? Oder sind andere Themen einfach wichtiger? Darauf gibt der Index bisher keine Antworten.

60 % der deutschen Unternehmen empfangen Rechnungen digital

Etwas besser als bei der Erstellung sieht es beim Empfang von Rechnungen aus. Nur ca. 40 % der deutschen Unternehmen empfangen Rechnungen in Papierform (Quelle: Bitkom Office Index 2016).

 

64,5 Milliarden Euro Einsparvolumen

Sicher ist, das Thema E-Rechnung steht inzwischen auch bei der EU auf der Agenda. Denn die Anzahl versendeter Rechnungen nimmt beständig zu. Allein in Deutschland werden rund 32 Milliarden Rechnungen pro Jahr ausgetauscht, mehrheitlich auf Papier. Eine Umstellung auf E-Invoicing könnten Unternehmen der EU zufolge bis zu 64,5 Milliarden Euro pro Jahr einsparen (computerwoche.de).

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