Generation Digital Natives: digital UND effizient?

Generation Digital Natives: digital UND effizient?

digital und effizient mit ECM

Der Generation Digital Natives wird eine große Internetkompetenz und IT-Maturity zugeschrieben. Wie sieht es mit dem Informationsmanagement bei ihnen aus? Wenn Sie „digitaler“ sind als wir, sind sie dann auch effizienter? Eine Selbstanalyse.

Als ich 22 Jahre alt war, hatte ich alle meine Bilder gleich doppelt entwickeln lassen, da einzelne Abzüge einfach zu teuer waren. Die Bilder legte ich teils in Alben, teils in Kartons. Damals schrieb ich auch Briefe. Die schickte ich per Post. Sendungen ins Ausland brauchten damals Wochen. Eine „Konversation“ per Briefwechsel zog sich über mehrere Wochen hin. Die Briefe sind noch heute abgeheftet in mehrere Ordner (meine Freunde und ich haben viel geschrieben). Daneben befinden sich zudem mehrere Ordner mit Kaufbelegen, Mietverträgen, Banken- und Versicherungsunterlagen, Zeugnisse, Arbeitsverträge etc. Durchschnittlich soll jeder Deutsche etwa 7 Ordner mit Papierbelegen zu Hause haben. Das kommt mir etwas untertrieben vor: Denn ich habe einige mehr.

Schlampig, unordentlich, unbekümmert – oder hilflos?

Heutzutage sind Postkarten oder Freundschaftsbriefe nur extrem selten in meinem Briefkasten zu finden. Und wenn doch mal einer ankommt, weiß ich ehrlich gesagt nicht, wohin damit. Sie landen häufig in einer unsortierten Sammelkiste, in denen ich auch wenige Abzüge von Kinderbildern und Hochzeitsfotos (liebevoll) verstaue. Ich erstelle seit Jahren keine neuen Alben. Meine Bilder sind – wie auch die meiner Freunde und Bekannte – auf Pinterest, Instagram, Facebook, Twitter, Skydrive, Google Drive, iTunes, Dropbox und auf verschiedene Festplatten und Speicherkarten verteilt. Ähnlich ist es mit den Belegen, Angeboten, Rechnungen etc. Je nachdem wie ich sie erhalten habe, oder wofür ich sie gebraucht habe, sind sie auf der Festplatte oder auf einem Cloud-Dienst. Ich bin nicht konsequent genug und scanne nicht alle Unterlagen ein.

Ich bin aber doch nicht die Einzige, wie eine Bitkom-Umfrage über die private Nutzung von digitalen Speichermedien verrät. Auch Menschen, die im beruflichen Umfeld eine Dokumentenmanagement-Lösung oder gar ein ECM-System verwenden, sind zuhause relativ weit weg von effizienter elektronischer Datenhaltung. Fragen Sie mich bitte nicht, wie lange ich brauche, um ein bestimmten Beleg in meiner Aktenwüste zu finden. Ein Angebot, das ich 2009 per E-Mail erhalten habe, finde ich im Büro innerhalb von 2 Minuten (höchstens!). Zuhause dauert’s länger, viel länger – viel, viel länger.

Generation Digital Natives

Als ich erwähnte, dass ich zu Unizeiten keinen Laptop besaß, fragte mein Sohn neulich: „Wie seid ihr damals ins Internet gegangen, ohne Computer?“ Er gehört zu den nächsten Generationen der Digital Natives: Mit 10 Jahren sind fast alle Kinder online, mit 12 Jahren haben sie ein eigenes Smartphone in der Tasche. 76 Prozent der Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren chatten mit Freunden oder Verwandten. Schüler und Studenten teilen Dokumente online (83 Prozent nutzen das Internet für die Suche nach Informationen für die Schule oder Ausbildung) – wie sieht mit der Verwaltung derer Daten und Dokumente aus? Sind sie strukturierter? Werden die Kinder der neuen Generation effizientere Erwachsene sein? Und sollten sie das überhaupt werden?

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