d!conomy und Industrie 4.0 – Namen für den digitalen Wandel

d!conomy und Industrie 4.0 – Namen für den digitalen Wandel

d!conomy, Industrie 4.0, Internet der Dinge: Diese Begriffe versuchen die aktuellen Digitalisierung einen Namen zu geben. Die Verschmelzung von Fertigungsindustrie, Verwaltung, Informationstechnik und Kommunikation – und damit die nächste Welle der Automatisierung – ist dabei, die Arbeitswelt wie wir sie kennen in rasantem Tempo umzukrempeln. Das Internet der Dinge (Internet of Things) vereint die physische mit der digitalen Welt, da Maschinen direkt miteinander kommunizieren. In Zeiten der Industrie 4.0 werden sich Geschäftsmodelle, Herstellungsprozesse und Denkweisen ändern. Es entstehen ganz neue Berufszweige. Spezialisten und  intelligente Werkzeuge werden mehr denn je benötigt. All das versuchte die CeBIT 2015 mit dem Wortkonstrukt d!conomy zu thematisieren.

»Dieses Animationsvideo erläutert auf anschaulicher Weise, wie sich die Geschäftsmodelle mit Internet of Things ändern:


(Video Quelle: Institut für Marketing, Universität St.Gallen (HSG)

Keine Modeerscheinung
D!conomy und Industrie 4.0 sind keine Modeerscheinungen. Laut einer aktuellen Studie der Porsche-Tochter Mieschke Hofmann und Partner (MHP) hat das Thema Industrie 4.0 bei 80 Prozent der Befragten Maschinen- und Anlagenbauer eine hohe bzw. sehr hohe Relevanz. Je größer das Unternehmen, so die Studie, desto intensiver ist die Auseinandersetzung mit diesem Themenkomplex. Es gibt aber noch sehr viele Unternehmen, die sich noch gar nicht mit diesem Thema beschäftigt haben.

Als größtes Hindernis für die Umsetzung von Industrie 4.0 gilt allerdings nicht etwa die eingeschränkte Verfügbarkeit von Produkten (das Angebot ist groß, wie es auf der CeBIT und der Hannover Messe zu sehen sein wird) – es ist eher die Notwendigkeit, Prozesse und Arbeitsorganisation anzupassen, die Unternehmen daran hindert, neue Technologien zu implementieren. Deshalb ist es aus meiner Sicht wichtig, die Anwender da abzuholen, wo sie sind, sowie einen sanften Übergang zu ermöglichen.

Die Verzahnung von Wirtschaft und IT und dem damit einhergehenden gesellschaftlichen Wandel durch die Digitalisierung des Alltags bergen sehr viele Chancen, aber auch einige Gefahren. Das richtige Tempo zu finden, stellt eine Herausforderung dar: langsam genug, um den Menschen abzuholen aber schnell genug, um der technologische Wettbewerbsvorsprung beizubehalten.

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