Verzettelt? Das papierlose Zuhause bleibt (noch) ein Traum

Verzettelt? Das papierlose Zuhause bleibt (noch) ein Traum

Lieber ein Aktenordner im Schrank als einer in der Cloud: „Deutsche Verbraucher archivieren wichtige Dokumente vor allem auf Papier“, so das Fazit einer repräsentativen Umfrage des Hightech-Verbandes Bitkom. Das papierlose Zuhause bleibt (noch) ein Traum.

Das papierlose Zuhause bleibt (noch) ein Traum

Das papierlose Büro ist ja schon länger in vieler Munde. Viele Unternehmen setzen bereits seit Jahren auf eine digitale Archivierung und elektronisches Dokumentenmanagement und sparen damit auch in vielen Fällen eine Menge Geld gegenüber der Archivierung in Papierform. Bei den deutschen Haushalten scheint das Thema dagegen eher mehr Skepsis hervorzurufen bzw. die Vorteile scheinen nicht klar zu sein.

7 auf einen Streich

Im Schnitt habe jeder Deutsche 7 Aktenordner mit Rechnungen und Verträgen bei sich zu Hause stehen, so der Bitkom. Und nur jeder Achte speichere Rechnungen und Verträge digital. Ob das papierlose Büro daher nicht als Vorbild für den Haushalt taugt, wie die FAZ zum Thema mutmaßt, sei mal dahingestellt. Die Gründe für den Verzicht sind laut Umfrage jedenfalls vielfältig:

  • Jedem Zweiten fehlen zum Einscannen einfach die passenden Geräte
  • 47 Prozent sehen keinen Vorteil in der digitalen Archivierung
  • 38 Prozent macht es zu viel Arbeit
  • 37 Prozent haben Angst, dass Cyberkriminelle ihre digitalen Kopien stehlen könnten
  • Etwa jeder Vierte befürchtet einen Datenverlust durch einen technischen Defekt

„Die Vorteile der digitalen Speicherung von Dokumenten sind vielen Verbrauchern nicht bewusst“, so Bitkom-Hauptvorstand Andreas Nowottka.

Das papierlose Büro ist schon weiter

Dabei kennen viele Menschen das papierarmes Büro bereits aus Ihren Arbeitsalltag, denn Unternehmen sind da schon viel weiter. Sicher auch deshalb, weil zum Beispiel Rechnungen und Verträge in digitaler Form mit ECM einfacher als gedacht zu verwalten sind und in vielen Fällen denselben rechtlichen Stellenwert wie ein Papierbeleg haben. Viele Unternehmen setzen schon lange auf entsprechende Enterprise Content Management-Systeme und sparen damit neben Papier vor allem Raum (da die Akten digital verfügbar sind), Zeit (durch schnelleren, sicheren Zugriff auf die Akten), sorgen damit für mehr Ordnung und können somit Kosten einsparen.

1 Antwort
  1. Dr. Martin Bartonitz
    Dr. Martin Bartonitz says:

    Hallo Mario,
    stimmt, die Anzahl meiner Ordner zu Hause passt da recht gut. Alles was zu Haus gehört, zum Finanziellen inkl. Steuern, etc. füllt etwa 7 Ordner. Allerdings: die Kontoauszüge liegen inzwischen in den von den Bank zur Verfügung stehenden elektronischen Archiven.
    Die Versicherung schickt zwar immer noch Papier, aber auch hier kommt zunehmen die E-Mail mit Anhang zum Einsatz, wenn Schadensfälle abgewickelt werden.
    Und wir dann mal schauen, was sich an Dateien auf meiner Festplatte angehäuft haben, so würde das einige weitere Ordner füllen.
    Gesichert habe ich allerdings meine Urkunden inzwischen alle in der Cloud, falls dann doch mal ein Brand ein wenig aufräumen würde …
    Zumindest wenn ich meinen Haushalt anschaue, so bemerke ich den eletronischen Wandel. Aber ich arbeite ja auch bei einem ECM-Hersteller 😉
    Viele Grüße
    Martin

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