Know-how und Wissensmanagement auf der Know-Tech 2013 in Hanau

Know-how und Wissensmanagement auf der Know-Tech 2013 in Hanau

Know-how und Wissensmanagement auf der Know-Tech 2013

Know-how und Wissensmanagement auf der Know-Tech 2013

Nach drei Jahren Abstinenz habe ich wieder die Know-Tech 2013 Konferenz besucht, die inzwischen zum 15. Mal seitens des BITKOM veranstaltet wurde, dieses Mal im Congress Park Hanau.

Meine Eindrücke

Neben dem Eigeninteresse, mehr über Themen des State of the Art und des zukünftigen Miteinanderarbeitens zu erfahren, war ich dieses Mal auch dabei, um in der Rolle des Produktmanagers von OPTIMAL SYSTEMS zu evaluieren, ob wir nächstes Jahr selbst als Aussteller dabei sein sollten. Denn auch unsere Kunden sind mit kollaborativen und Wissens-unterstützenden Themen unterwegs.

Es waren geschätzt zwischen 150 und 200 Teilnehmer anwesend. Darunter viele, die selbst Vorträge hielten oder zu den Teams gehörten, über die referiert wurde. Der Ausstellerkreis war mit nur sechs Ausstellern dieses Mal sehr sehr klein. Wohl ein absoluter Tiefstand, wie ein Daueraussteller meinte. Es war kein Aussteller dabei, der aus der ECM-Branche stammt. Präsentiert wurden Systeme, die eher aus dem Umfeld des Enterprise Search stammen, also intelligente Finde-Funktionen zur Exploration von Informationen zur Verfügung stellen. Kein Dokumentenmangement, kein ECM.

Die Vortragenden mussten scheinbar mindestens den Doktor haben, so mein Eindruck. Sie vertraten Top-Unternehmen wie Siemens, IBM, SAP, Bahn, Adidas etc. und stellten entsprechende Erfahrungen mit Social Media/Business Projekten vor. Da viele Vorträge parallel liefen, kann ich über die Gesamqualität keine Aussage machen. Die Vorträge, die ich besuchte, waren allesamt sehr informativ, so dass ich gerne wieder komme.

Die Ausstellung

Zwischend den nicht zu langen Vorträgen gab es immer wieder Pausen, zum Kaffee oder zum Essen. Die Präsentatiosstände waren am Rand der Stehtische positioniert. So konnte ich gut beobachten, dass in dieser Zeit ausreichend Gespräche der Aussteller mit den Teilnehmern stattfanden. Ich selbst habe die Gelegenheit zu interessanten Gesprächen nutzen können.

Was waren die für mich wichtigsten Kernaussagen der Veranstaltung?

  • Kooperation

Unser Menschenbild befindet sich stark im Wandel: weg vom Motivieren hin zur Vermeidung von Demotivation, denn der Mensch ist gewillt, sich auszudrücken, sich zu entfalten. Nicht Homo Oeconimcus sondern Homo Emphaticus, weniger Konkurrenz, sondern mehr Kooperation.

  • Die Resonanzgesellschaft

Laut Dr. Schütt von der IBM kommen wir nach Agrar-, Industrie-, Informations- nun in die Resonanzgesellschaft: Wir machen das, wobei wir uns gut fühlen. Es finden sich Menschen noch leichter zusammen, die ein ähnliches Weltbild haben.

  • Offenheit für Zusammenarbeit

70% der Firmen haben schon in irgendeiner Form Social Media-/Busines-Aktivitäten am Start, wenn auch zum größten Teil noch im Pilotstadium. Das Einbeziehen der Mitarbeiter, Partner und Kunden in Entscheidungsprozesse wird stark zunehmen, da Innovation und Bedürfnisabdeckung nur so optimal möglich ist.

  • Insellösungen verbinden

Herausforderung: viele Anwendungsinseln, die es nun gilt in einem Dashboard zusammenzubringen.

  • Generation-Y-Kommunikation

Die Kommunikation wird nicht mehr episch breit sein sondern kurz und knapp. Dank der Generation-Y etablieren sich neue Formen vor allem der synchrone Kommunikation – weniger per Mail sondern per Chat.

  • Cloud

Cloud wird für effiziente Projektzusammenarbeit kommen.

  • Transparenz und Flexibilität

Transparenz, Vertrauen und Authentizität werden wichtige Werte und sind Basis für eine Fehlerkultur, in der schnelles, agiles Experimentieren mit schnellen Anpassungen funktioniert.

  •  Neue Hierarchien

Im Bereich von Wissensarbeiten wird der Manager zum Diener der Experten, sprich die klassische Hierarchie bricht auf oder kehrt sich um.

  • Expertise neu definiert

Aufgrund der Informationsfülle wird es DEN-Experten nicht mehr geben. Innovation wird nur noch über die Mechanismen der Weisheit der vielen internen als auch externen Perspektiven möglich sein. Herausforderung wird es sein, die Nuggets aus der Informationsflut zu gewinnen: Filtern gegen Benutzerprofile -> Exploration von Informationen via Navigationshilfen auf Basis von Relationen.

Sehr interessant war die Präsentation der Bahn, vertreten druch Claus-Peter Gabriel (wie ich erfuhr bekannt mit dem Mit-Blog-Autor Conny Dethloff), zum Thema valide Entscheidungen in komplexen Zusammenhängen. Hier wurden die Möglichkeiten der Simulation auf Basis von Ursache-Wirkungsdiagrammen vorgestellt. Das genutzte Tool ist der imodeler von Consideo.

Ebenfalls interessant war das Thema Crowd-Testing, das die Firma Testbirds vorgestellt hat. Hier können externe Ressourcen (von der Hausfrau bis zum Managementexperten) zum Testen von Software-Anwendungen akquiriert werden. Derzeit im Fokus: Apps. Über 100.000 Tester sind Europa-weit schon dabei. Tester erhalten ein Mindesteinkommen von 10 € die Stunde.

Mein Fazit

Kommen lohnt sich. Der Veranstalter darf aber noch etwas mehr Werbung für mehr Teilnahme machen …

Impressionen von der Veranstaltung werden im Rückblick KnowTech 2013 auf der Website des Veranstalters BITKOM gezeigt.

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